Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen und Gelenkschmerzen

© PantherMedia / Alice Day

Halsschmerzen und Gelenkschmerzen können Vorboten einer Grippe (Influenza) oder einer Erkältung sein.

Folgend sollen medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und Tipps bezüglich Halsschmerzen und Gelenkschmerzen im Fall einer Grippe näher erklärt werden.

Medizinische Fakten

Wenn Halsschmerzen und Gelenkschmerzen auftreten kann dies ein klassisches Symptom für eine Erkältung oder eine „echte“ Grippe (Influenza) sein.

Ein charakteristisches Kennzeichen der Grippe ist ihr plötzliches sowie heftiges Auftreten. Zirka 80 % der Influenzaerkrankungen verlaufen aber entweder subklinisch oder mit nur leichter Symptomatik. Bei schwereren Formen treten neben Hals- und Gliederschmerzen auch Frösteln, Temperaturanstieg, Husten, Kopfschmerzen (in und hinter den Augen), Tränenfluss sowie Schmerzen hinter dem Brustbein auf. Das Fieber fällt meist nach 3 Tagen wieder ab. Der Auswurf ist gering und zäh. Manchmal auch leicht blutig. [1]

Die Gliederschmerzen können in verschiedenen Variationen auftreten. Entweder als Muskel-, Knochen- oder Gelenkschmerzen. Sie können ein- oder beidseitig lokalisiert sein und alle oder nur einzelne Extremitäten betreffen.

Halsschmerzen beginnen meist mit einem klosigen Gefühl bzw. einem Kratzen im Hals. Feuchte Wärme lindert, Trockenheit verstärkt die Schmerzen.[2]

Biologischer Zusammenhang

Halsschmerzen gehen auf eine Infektion der Atemwege zurück. Viren gelangen dabei über Tröpfchen- oder Schmierinfektion auf die Schleimhaut der oberen Atemwege. Dort werden sie entweder von der schützenden Schleimschicht abtransportiert oder sie schaffen es, diese zu durchdringen und die Epithelzellen zu infizieren. Werden die Epithelzellen infiziert, kann sich daraus eine symptomatische Erkrankung entwickeln. Im Fall einer Grippe (Influenza) oder einer Erkältung nutzen die Viren die Epithelzellen zur eigenen Vermehrung und schädigen sie dabei. Dies führt zu einer lokalen Entzündung, die durch Rötung, Schwellung, Schmerz und Erwärmung gekennzeichnet ist. Diese vier Symptome können in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten. Im Bereich des Halses können während der Entzündung zudem vermehrt Schmerzbotenstoffe ausgeschüttet werden, welche Halsschmerzen noch verstärken.

Gelenksschmerzen entstehen durch eine systemische (den ganzen Körper betreffende) Ausbreitung des Entzündungsprozesses. Im Rahmen der Entzündung werden Substanzen ausgeschüttet, die über das Blut im ganzen Körper verteilt werden, um ihn auf die Abwehr der Erkrankung vorzubereiten. Diese Substanzen agieren dabei als Signalstoffe für Schmerzen und gehören zur Gruppe der Zytokine (PGE2, Substanz P und Bradikinin). 

Zu beachten

In der Bevölkerung bestehen Risikogruppen, für die eine Ansteckung mit einer Grippe gefährlich werden kann. Zu diesen Risikogruppen gehören vor allem ältere Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Sowie Personen mit resistenzmindernden Krankheiten.
Eine Influenza sowie eine Erkältungserkrankung sind bereits vor dem Auftreten von Symptomen auf andere Personen übertragbar. Betroffene Personen sollten daher bei Auftreten der Symptome den Körperkontakt zu Mitmenschen einschränken.

Eine Antibiotikatherapie ist bei einer Influenza wirkungslos, da Viren auf diese Substanzen nicht reagieren. Durch Antibiotika können allerdings Sekundärinfektionen bekämpft werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen