Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen und Müdigkeit

© PantherMedia / citalliance

Müdigkeit und Halsschmerzen sind klassische Symptome einer beginnenden Erkältung oder Grippe (Influenza).

Folgend sollen medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und Tipps bezüglich Müdigkeit und Halsschmerzen näher dargestellt werden.

Medizinische Fakten

Halsschmerzen und Müdigkeit sind klassische Symptome einer Erkältungen oder Grippe (Influenza).

Zu Beginn einer Infektion treten häufig sehr allgemeine Symptome, wie Halsschmerzen und Müdigkeit auf.

Das Krankheitsbild einer Influenza wird durch Influenzaviren ausgelöst. Es kommt zu einem akuten Krankheitsbeginn. Allgemeines Krankheitsgefühl, Temperaturanstieg und Frösteln treten auf. Typische Begleiterscheinungen sind neben Halsschmerzen auch Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schnupfen (Rhinitis), Husten sowie Schmerzen unter dem Brustbein (Sternum).

Erkältungskrankheiten werden zu ungefähr 90 % von viralen Erregern verursacht. Die Häufigsten sind Rhinoviren. Aber auch Picorna-, Reo-, Myxo-, Paramyxo- und Adenoviren sowie – vor allem bei Kindern – das Respiratory Syncytial Virus können eine Erkältung auslösen.

Beide Krankheiten werden über Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen.[1]

Biologischer Zusammenhang

Müdigkeit hat einen sehr komplexen Wirkungsmechanismus. Der Mensch verfügt in seinem Gehirn über ein Nervenzentrum, das den Tag-Nacht-Rhythmus, die sog. „innere Uhr“, steuert. Diese „Uhr“ synchronisiert sich vor allem mit dem Hell-Dunkel-Rhythmus. Dadurch kann sie elementare Funktionen im Körper der Tageszeit gemäß anpassen. Zu diesen Funktionen gehören unter anderem Schlaf-Wach-Rhythmus, Körpertemperatur, physische Stärke, Blutdruck und Blutviskosität.

Während einer Infektionskrankheit, wie beispielsweise einer Erkältung, bekämpfen Immunzellen die Infektion. Diese Zellen schütten die SignalstoffeTNF-alpha und IL-1 aus. Es konnte nachgewiesen werden, dass vor allem TNF-alpha direkt mit Nervenzellen des zentralen Nervenzentrums interagiert, wodurch die „innere Uhr“ des Betroffenen umprogrammiert wird und es zu Müdigkeit kommt. [2]

Halsschmerzen werden durch eine lokale Entzündung verursacht. Grund für diese Entzündung können verschiedene Mikroorganismen sein, die das Gewebe beschädigen. Dieser Entzündungsprozess verursacht über eineSchwellung und die Ausschüttung von Schmerzbotenstoffen den wahrgenommenen Schmerz.

Zu beachten

Sowohl eine Erkältung als auch eine Grippe (Influenza) sind bereits vor dem Auftreten von Symptomen hoch ansteckend. Um das Übertragungsrisiko zu reduzieren empfiehlt sich regelmäßiges Händewaschen sowie den Hand-Gesicht-Kontakt zu vermeiden. Dadurch wird Schmierinfektionen vorgebeugt. Außerdem ist es ratsam der Müdigkeit nachzugeben und dem Körper die nötige Ruhe zur Regeneration zur Verfügung zu stellen.

Ein Arztbesuch wird obligat, wenn sich der Allgemeinzustand akut verschlechtert, Husten oder Schnupfen mit grünem Auswurf auftritt bzw. wenn Fieber lange anhält oder sehr hoch ist.


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen