Halsschmerzen: Begleiterscheinungen

Halsschmerzen mit Schleim

© PantherMedia / Daria Filimonova

Halsschmerzen sind ein Symptom verschiedenster Krankheitsbilder, häufig jedoch treten sie im Zusammenhang mit einer einfachen Erkältung (grippaler Infekt) auf. Oft sind die Schmerzen im Hals von Husten begleitet, der entweder trocken oder verschleimt sein kann. Der Schleim wird häufig abgehustet (produktiver Husten) und kann in vielen Fällen Auskunft über den ursächlichen Erreger geben.

In diesem Text soll über die medizinischen Fakten, biologischen Zusammenhänge und Tipps bezüglich Halsschmerzen mit Schleim aufgeklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung wird in den meisten Fällen viral durch sogenannte Rhinoviren verursacht. Die Erreger setzen sich in den Schleimhäuten des oberen Atemtraktes fest und führen zu einer lokalen Entzündung, welche sich durch Rötung, Schwellung und Schmerzen im Hals äußert.

Zusätzlich zu den Halsschmerzen können bei einer Erkältung erhöhte Temperatur, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen und Husten auftreten.

Die Halsschmerzen beginnen meist als raues und trockenes Kratzen. Oft entwickelt sich innerhalb weniger Tage ein zusätzliches verschleimtes Gefühl im Hals, welches auf eine vermehrte Schleimabsonderung der Epithelien des Respirationstraktes zurück zu führen ist.

Der Schleim wird häufig abgehustet (produktiver Husten), seine Farbe kann infolge Rückschlüsse auf die verursachenden Erreger geben:

Grün-gelblicher Schleim deutet auf eine bakterielle Infektion hin, wie zB. durch Pneumokokken, während hell-klarer oder zäher Schleim auf eine virale Ursache hinweisen kann.

Häufig treten beide Formen im Verlauf einer Erkrankung auf, da oft zuerst Viren eine Infektion auslösen. Bei fehlendem Abheilen der Schleimhäute können sich in Folge Bakterien ansiedeln, welche zu einem meist schlimmeren Verlauf der Erkrankung führen (Superinfektion).

Im Falle einer akuten Bronchitis tritt der produktive Husten (anfangs hell, später oft gelb-grünlich) zusammen mit Schmerzen hinter dem Brustbein und Heiserkeit auf. Halten die Beschwerden über mehr als drei Monate an, spricht man von einer chronischen Bronchitis.

Wenn sich die Schmerzen auf den Brust- und Rückenbereich ausbreiten und zusätzlich Schmerzen bei der Atmung auftreten, muss an eine Lungenentzündung (Pneumonie) gedacht werden. [1][2]

Biologischer Zusammenhang

Die Produktion von Schleim ist ein physiologischer Vorgang, mit dem Ziel, den Respirationstrakt zu reinigen. Ein gesunder Mensch produziert bis zu 150ml pro Tag!

Sogenannte Becherzellen produzieren den Schleim, welcher Fremdkörper oder Infektionserreger „auffängt“ und sie somit daran hindert, sich in der Lunge festzusetzen.

In weiterer Folge wird der Schleim durch Zilien, kleine Härchen auf Zellen der Schleimhaut, in Richtung Rachen transportiert, wo er verschluckt oder bei zu großer Menge abgehustet wird.

Bei jeder Form der Schleimhautschädigung, zB. durch inhalierte Noxen, Infektionserreger oder Entzündungen kommt es zur vermehrten Produktion von Schleim, welcher in Folge abgehustet wird. Starker Auswurf ist somit immer Zeichen einer Schädigung des Respirationstraktes.

Zu beachten

Da virale sowie bakterielle Infektionen über Tröpfcheninfektion übertragen werden, sollte der Kontakt zu den Mitmenschen reduziert werden.

Während virale Infektionen häufig selbstlimitierend sind und keiner Therapie bedürfen, müssen bakterielle Infektionen immer behandelt werden, weshalb ein Arztbesuch indiziert ist.[2]


Behandlungsmöglichkeiten bei Halsschmerzen