Husten: Begleiterscheinungen

Husten und Durchfall

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Das gemeinsame Auftreten von Husten und Durchfall ist häufig ein Indiz für eine virale oder bakterielle Keimverschleppung in die Atemwege und in den Magen-Darm-Trakt und kann im Rahmen einer echten Grippe (Influenza) oder einer Lungenentzündung (Pneumonie) auftreten. [1] 

Im nachstehenden Text werden die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge sowie die Risiken in Verbindung mit Husten und Durchfall näher erläutert. [2]

Medizinische Fakten

Husten und Durchfall sind klassische Symptome einer echten Grippe(Influenza), sowie bei einer Lungenentzündung (Pneumonie). Die Grippe wird durch Influenzaviren ausgelöst, welche in drei Subtypen (A,B,C) unterteilt werden. 

Die Lungenentzündung wird im Gegensatz zur Grippe nicht nur durch Viren, sondern auch durch Pilze, Gifte und durch Bakterien hervorgerufen, wobei Streptococcus Pneumoniae und Staphylococcus Aureus zu den häufigsten bakteriellen Erregern gehören. [3]

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass Husten und Durchfall gemeinsam auftreten, ohne dass beide Symptome auf eine Grunderkrankung zurückzuführen sind. Klassische Symptome einer Influenza oder einer Pneumonie sind wie folgt charakterisiert:

-Fieber (> 38,5 C)

-Schüttelfrost

-Husten

-Muskel und/ oder Kopfschmerzen

-Übelkeit/Erbrechen

-Durchfall

-Halsschmerzen

Eine Lungenentzündung kann auch begleitend bei einer Grippe vorkommen und umgekehrt. Bei einer Lungenentzündung, welche durch Streptococcus Pneumoniae ausgelöst wird, kann es zu Blut im Speichel (Haemoptysis) kommen.

Biologischer Zusammenhang

Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektionen verbreitet. Durch Husten, Niesen, Händeschütteln und auch durch kontaminiertes Essen und Trinken, gelangen die Erreger auf die Schleimhäute der Atemwege oder werden verschluckt. 

Der Hustenreflex dient zur Eliminierung der Keime gemeinsam mit dem verstärkt abgesonderten Sekret. Vorangehend einer Pneumonie ist oft der Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien (Mucoziliäre Clearance) gestört, welches wiederum zu einer Besiedelung von Keimen führt und die folgende Infektion begünstigt. [4]

Die Erreger setzen Gifte frei, sogenannte Exotoxine, welche zu Reizungen des Magen-Darm –Traktes und somit zu Durchfall führen können.

Zu beachten

Die Ansteckungsgefahr von Grippe(Influenza) und Lungenentzündung (Pneumonie) ist hoch. Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollte der Kontakt mit Mitmenschen eingeschränkt und der Körperkontakt vermieden werden, sowie eine entsprechende Händehygiene eingehalten werden.

Ein besonders hohes Ansteckungsrisiko haben ältere Menschen, Schwangere im fortgeschrittenen Stadium und Patienten mit einer Grunderkrankung (Beispiel: Asthma, Diabetes Mellitus). Bei diesen Personen ist zudem das Risiko eines schweren Verlaufs der Erkrankung deutlich erhöht, da Sie bereits ein geschwächtes Immunsystem haben, was wiederum eine Infektion begünstigt.

Eine Superinfektion mit Strep. Pneumoniae kann zu einer eitrigen Hirnhautentzündung (Meningitis) führen. Hier finden sich zusätzlich zur oben genannten Symptomatik auch neurologische Symptome, wie Nackensteifigkeit (Meningismus) oder Lichtscheue (Photophobie). [5]