Husten: Begleiterscheinungen

Rippenbruch durch Husten

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Langanhaltender und starker Husten kann zu einem Rippenbruch (Rippenfraktur) führen. Der Überdruck, welcher beim Husten kurzzeitig intrathorakal aufgebaut wird sowie die Bewegung des Brustkorbes und damit auch der Rippen, können diese langfristig so belasten, dass sie brechen. [1]

Es werden nachfolgend die medizinischen Fakten, der biologischen Zusammenhang sowie Ursachen des Rippenbruchs durch Husten beschrieben.

Medizinische Fakten

Rippenbrüche kommen beim erkältungsbedingten Husten in der Regel nicht vor. Sie können jedoch Komplikationen des Keuchhustens(Pertussis) darstellen, da dieser zu besonders heftigen und lange andauernden Hustenanfällen führt.

Des Weiteren kommen durch Husten verursachte Rippenbrüche bei Menschen vor, deren Knochendichte erniedrigt ist (Osteoporose). Die Knochen sind dann weniger belastbar und können schon bei normalen Krafteinwirkungen brechen. Von Osteoporose sind besonders postmenopausale Frauen betroffen.

Die Symptomatik des Rippenbruchs ist charakteristisch. SchwereSchmerzen an der betroffen Seite, vor allem beim Einatmen treten dabei auf. Druckschmerzen im Brustbereich, ein Knirschen oder Knacksen beim Ein- und Ausatmen sind ebenfalls typische Begleiterscheinungen. Als Folge nimmt der Patient eine Schonhaltung ein. Wenn durch Husten nicht nur eine, sondern mehrere Rippen gebrochen werden, spricht man von einerSerienrippenfraktur.

Biologischer Zusammenhang

Husten ist ein Mechanismus, der dem Körper dazu dient, Fremdkörper und Schleim aus den Luftwegen zu eliminieren. Hierfür wird zunächst eingeatmete Luft explosionsartig aus dem Lungen gepresst, die Strömungsgeschwindigkeit kann bis zu 900 km/h erreichen.

Die enorme Kraft, die dabei entsteht, wirkt auch auf den knöchernen Brustkorb ein, was zu einer Überbelastung der Rippen und damit auch zu Prellungen und Brüchen führen kann. [2]

Zu beachten

Ein Rippenbruch heilt in der Regel innerhalb von sechs Wochen folgenlos aus. Der Betroffene sollte den Brustkorb in dieser Zeit so wenig wie möglich belasten. Das Anlegen von Bandagen kann dafür hilfreich sein. [3]