Husten: Begleiterscheinungen

Husten, Fieber u. Kopfschmerzen

© PantherMedia / Andrzej Wilusz

Die Symptome Husten, Fieber und Kopfschmerzen treten gemeinsam meistens im Rahmen einer Grippe auf. Auch bei einer Erkältung kann diese Konstellation vorkommen. Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge und die Risiken in Verbindung mit Husten, Fieber und Kopfschmerzen bei einer Erkältung oder Grippe näher dargelegt werden. [1]

Medizinische Fakten

Im Rahmen einer Erkältung oder einer „echten“ Grippe (Influenza) wird Husten durch einen entzündlichen Prozess im Hals-und Rachenraum hervorgerufen. Dieser infektionsbedingte Husten (akute Bronchitis), ist in 80- 90% auf eine Virusinfektion der Atemwege zurückzuführen.

Beträgt die Körperkerntemperatur über 38°C wird von Fieber gesprochen. Es ist ein Symptom, welches durch zahlreiche Noxen (Substanz oder ein Ereignis, das einem biologischen Organismus Schäden zufügt) hervorgerufen wird. [2] Im Rahmen einer Erkältung tritt es eher selten auf, wohin gegen es sehr typisch für die echte Grippe ist. [3]

Erkältungs- oder grippebedingter Kopfschmerz wird zu der Gruppe der Spannungskopfschmerzen gerechnet. Typisch für den Spannungskopfschmerz ist, dass er als drückend, ziehend und dumpf wahrgenommen wird. Bei manchen Patienten strahlt er über den gesamten Kopf aus, bei anderen wiederum sind vor allem Stirn und Augen betroffen. Auslöser oder verstärkende Faktoren des Spannungskopfschmerzes können neben fieberhaften Erkrankungen auch Stress, Menstruation oder muskuläre Fehlbelastung sein. [4]

Biologischer Zusammenhang

Ein bis zwei Tage nach der Infektion mit dem Erkältungs- oder Grippeerreger kommt es häufig auch zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

Fieber hilft dem Körper dabei, die Krankheitserreger schneller zu beseitigen. Die Aktivität vieler Abwehrzellen ist temperaturabhängig, so arbeiten Granulozyten, Makrophagen und Lymphozyten bei einer Kernkörpertemperatur von 38 – 41°C am effektivsten. [5]

Es ist nicht Vollständig geklärt, warum es zu erkältungs- oder grippebedingtem Kopfschmerz kommt. Häufig treten diese Kopfschmerzen im Zusammenhang mit einer Entzündung der Nasenschleimhaut und der Nasennebenhöhlen auf. Der Schmerz hängt wahrscheinlich mit dem veränderten Druck in den Atemwegen zusammen. Das Sekret kann nicht richtig abfließen, der Druck erhöht sich und der Betroffene bekommt Kopfschmerzen. Zudem gehen Forscher davon aus, dass die „Erkältungs- bzw. Grippekopfschmerzen“ eine Reaktion des Körpers auf bestimmte körpereigene Eiweiße sind, welche die Immunabwehr bei viralen Infektionen freisetzt.

Zu beachten

Erkältung und Grippe heilen in der Regel nach wenigen Tagen folgenlos und von selbst ab. Bei folgenden Symptomen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, da die Möglichkeit anderer, gefährlicher Erkrankungen (z.B. Meningitis) besteht:

-starke, heftigen Kopfschmerzen

-Kopfschmerzen, die mehrere Tage hintereinander anhalten

-Nackensteife

-Fieber über 39°C

-Übelkeit und Erbrechen

-Sehstörungen, Sprachstörungen, Bewusstseinstrübung[6]