Husten: Begleiterscheinungen

Kopfschmerzen beim Husten

© PantherMedia / Andrzej Wilusz

Kopfschmerzen, die im Zusammenhang mit Husten (Tussis) auftreten, können ein Hinweis auf einen erhöhten intrakraniellen Druck und Zeichen des primären Kopfschmerzes sein.

Im Folgenden Text sollen die medizinischen Fakten, der biologische Zusammenhang und die Risiken, welche der Kopfschmerz in der Verbindung mit Husten hat, erläutert werden. [1]

Medizinische Fakten

Der primäre Hustenkopfschmerz ist durch das Auftreten von Kopfschmerzen in Verbindung mit Husten, Niesen, Pressen oder der Durchführung des Valsalva –Manövers (Ausatmung gegen einen erhöhten Widerstand unter Nutzung der Bauchpresse) gekennzeichnet und dauert 1 Sekunde bis 30 Minuten an.

Ausgelöst wird der Kopfschmerz durch einen erhöhten Intrakraniellen Druck (ICP). Klassische Symptome für einen erhöhten Intrakraniellen Druck (ICP) sind:

-Starker Kopfschmerz morgens, welcher sich im Laufe des Tages bessert

-Morgendliche Übelkeit

-Linderung durch Analgetika [2]

Die häufigste Ursache für einen symptomatischen Hustenkopfschmerz ist die Arnold- Chiari- Malformation Typ 1. Bei dieser Art der Missbildung (Malformation) ragen Teile des Kleinhirns (Cerebellum) in den Wirbelkanal hinein. Dadurch kann es zur Kompression von Kleinhirnanteilen und damit zu Schmerzen kommen. [3]

Weitere mögliche Ursachen für den symptomatischen Hustenkopfschmerz sind Platzmangel in der hinteren Schädelgrube, sowie Ausweitungen von Gehirnarterien (Zerebrales Aneurysma) und Fehlbildungen im Versorgungsgebiet der Halsschlagader (Arteria Carotis), welche hauptsächlich für die Versorgung des Gehirns zuständig ist, zu den möglichen Ursachen für den Hustenkopfschmerz.

Biologischer Zusammenhang

Die genaue Ursache des primären Hustenkopfschmerzes ist jedoch noch ungeklärt.

Durch das Anspannen der Bauchmuskulatur führt Husten zu einer Steigerung des thorakalen /abdominellen Drucks und somit zu einer Erhöhung des zentralen Venendrucks, und folglich zu einem erhöhten intrakraniellen Druck (ICP). Ein Zusammenhang zwischen dem primären Hustenkopfschmerz und einem erhöhten intrakraniellen Druck ist gegeben, da viele Patienten ein erhöhtes Volumen an Liquor aufweisen. Durch das erhöhten Volumen an Gehirnwasser, kommt es direkt nach dem Husten zu einer Druckansteigerung im Gehirn, welcher auf die Harte Hirnhaut (Dura Mater) wirkt.

Zu beachten

Aufgrund der kurzen Dauer des Kopfschmerzes ist eine Therapie oft nicht nötig. Dennoch sollten respiratorische Infekte vermieden werden, da der Kopfschmerz durch das Husten, zur Einschränkung der Lebensqualität führt.