Husten: Begleiterscheinungen

Rippenprellung durch Husten

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Durch langanhaltenden und heftigen Husten (Tussis) kann Druck auf den Brustkorb (Thorax) ausgeübt werden, sodass die Rippen stark belastet werden. Dabei kann es in seltenen Fällen zu einer Rippenprellung kommen.[1]

Im Folgenden wird der Zusammenhang zwischen Husten und einer Rippenprellung beschrieben, sowie Risikofaktoren für eine Verletzung der Rippen durch Husten aufgezeigt.

Medizinische Fakten

Husten kann als Begleiterscheinung mit verschiedenen Krankheiten einhergehen. In der Regel soll der Hustenreflex die Atemwege von Fremdkörpern befreien. Tritt Husten bei einer Erkältung auf, so ist er durch eine Entzündung der Schleimhäute bedingt. [2] Husten kann sowohl zu Schmerzen in den Rippen (Costae) als auch in der Muskulatur des Thorax führen. Bei heftigem und konstantem Husten kann es jedoch in der Folge zu einer Rippenprellung kommen. [3]

Ein Anzeichen für das Vorliegen einer Rippenprellung ist eine lila Verfärbung der Haut durch einen Bluterguss im betroffenen Bereich.Außerdem führen die mit einer Rippenprellung verbundenen Schmerzen zu einer flacheren Atmung.[4]

Biologischer Zusammenhang

Ein durch heftiges Husten erzeugter Rippenbruch ist das Resultat der starken Drucksteigerung sowie der immer gleichen Belastung an den Rippen.[5] Wenn jeder Atemzug von Rippenschmerzen begleitet wird oder das Beugen des Oberkörpers schmerzhaft ist, kann eine Rippenfraktur vorliegen. Bei einer normalen Erkältung oder Grippe wird der Husten i.d.R. nicht so ausgepraegt, dass es zu einem Bruch kommt. Starke Schmerzen im Rippenbereich können auch durch eine Überlastung des Hustenmuskels (M. latissimus dorsi) entstehen, sodass einMuskelkater für die unangenehme Empfindung verantwortlich ist.

Zu beachten

Wenn der Husten von ungewöhnlich starken Rippenschmerzen begleitet wird, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Durch Röntgenaufnahmen kann medizinisch abgeklärt werden, ob eine Rippenprellung vorliegt. Werden die Lungen durch eine Rippenfraktur beschädigt, kann es zu einem lebensgefährlichen Zustand kommen (Pneumothorax).[6] Außerdem sollten andere mögliche Erkrankungen ausgeschlossen werden, wie beispielsweise eine Rippenfellentzündung (Pleuritis). [7]

Bei folgenden Erkrankungen besteht ein erhöhtes Risiko für eine Rippenprellung oder einen Bruch durch Husten:

  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Entzündung der Bronchien (Bronchitis)
  • Vorerkrankungen des Knochens (Osteoporose)
  • Keuchhusten oder Reizhusten[8]

Bei einem Verdacht auf eine Rippenprellung sollte besonders dringend ein Arzt aufgesucht werden, wenn Kleinkinder, Schwangere oder ältere Menschen betroffen sind. Eine Rippenprellung heilt meist innerhalb von drei bis vier Wochen ab.[9]