Husten: Begleiterscheinungen

Husten, Fieber u. Gliederschmerzen

© PantherMedia / Arne Trautmann

Husten, Fieber und Gliederschmerzen sind oft die ersten Anzeichen einer beginnenden Grippe (Influenza) oder einer Erkältungskrankheit. Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten, die biologischen Zusammenhänge und die Risiken in Verbindung mit Husten, Fieber und Gliederschmerzen bei einer Erkältung oder Grippe näher dargelegt werden. [1]

Medizinische Fakten

Husten kann willkürlich oder unwillkürlich ausgelöst werden und dient in erster Linie der Freihaltung der Atemwege. Durch das ruckartige Ausstoßen von Luft aus den Atemwegen wird die Ausatemluft massiv beschleunigt und reißt Fremdkörper und Schleim mit sich. Der akute Infektionsbedinge Husten wird meist durch eine Virusinfektion der Atemwege ausgelöst. [2]

Unter Gliederschmerzen fallen neben Muskel (Myalgie)- auch Knochen (Ostalgie)- und Gelenkschmerzen (Arthralgie), welche überwiegend in den Extremitäten lokalisiert sind. Die Schmerzen können kaum spürbar, aber auch extrem stark sein. Außerdem können sie nur eine oder beide Extremitäten betreffen, symmetrisch oder einseitig auftreten. [3] Gliederschmerzen treten sehr häufig in Verbindung mit erhöhter Körpertemperatur bzw. mit Fieber auf. Je nachdem, welche Erkrankung hinter den Gliederschmerzen steht, kommen weitere, charakteristische Symptome hinzu. Plötzlich einsetzendes, hohes Fieber, starke Schluckbeschwerden und ausgeprägtes Krankheitsgefühl würden z.B. eher auf eine Grippe deuten. Bei leichtem Fieber und Schnupfen mit häufigem Niesreiz wäre hingegen eine Erkältungskrankheit wahrscheinlicher. [4]

Fieber (ab 38°C Körperkerntemperatur) ist wichtig, damit die Immunabwehr schnell und effizient greift. Die Effektivität von diversen Abwehrzellen wie Granulozyten, Makrophagen und Lymphozyten wird durch die erhöhte Körpertemperatur gesteigert.Gleichzeitig wird die Vermehrung von Krankheitserregern bei höheren Temperaturen gehemmt.

Biologischer Zusammenhang

Husten kommt durch den entzündlichen Prozess an der Schleimhaut des Hals- und Rachenraumes zustande. Durch die erhöhte Schleimproduktion und durch das entzündungsbedingt vermehrte Absterben von Schleimhautzellen kommt es zum Hustenreiz.

Als Verursacher von Schmerzen gelten bestimmte Botenstoffe (Prostaglandine), welche bei Entzündungsprozessen vermehrt ausgeschüttet werden.Sie führen während der Entzündungsreaktion zur Gefäßerweiterung mit lokaler Überwärmung, steigern die Gefäßdurchlässigkeit und sorgen für ein stärkeres Schmerzempfinden. Diese Mechanismen führen zu den erwähnten Gliederschmerzen, die bei den diversen Infekten in Erscheinung treten.

Zu beachten

Treten die Gliederschmerzen in Verbindung mit hohem Fieber auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn die Schmerzen nur eine Körperhälfte betreffen, oder bei Taubheitsgefühl bzw. Kribbeln in den Extremitäten sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Husten, Fieber und Gliederschmerzen sind Allgemeinsymptome verschiedenster Infektionskrankheiten. Ohne ärztliche Abklärung gibt es keine Garantie, dass es sich nicht doch um eine gefährliche Erkrankung wie z.B. Meningitis handelt. [5]