Grippe: Symptome

Grippe mit Erbrechen

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Eine durch Influenza A, B oder C Viren verursachte Erkrankung wird als echte Grippe (Influenza) bezeichnet. Einem grippalen Infekt hingegen, der oftmals auch fälschlich als Grippe bezeichnet wird, liegt eine andere Entstehung der Erkrankung (Pathogenese) zugrunde und unterscheidet sich dadurch von einer echten Grippe.[1]

Neben einer Vielzahl von charakteristischen Symptomen kann auch Erbrechen ein Krankheitszeichen der echten Grippe sein. Warum bei einer Grippe Erbrechen als Symptom auftritt, welcher Wirkmechanismus dahintersteckt und was es zu beachten gilt, soll im Folgenden beleuchtet werden.

Medizinische Fakten

Im Zuge einer Grippe können Magen-Darm-Beschwerden (Gastrointestinale Beschwerden) auftreten, wie zum Beispiel:

  • Übelkeit (Nausea)
  • Erbrechen (Emesis)
  • Durchfall (Diarrhoe)

Die Entstehung der Magen-Darm-Beschwerden (Pathogenese) ist noch nicht vollständig geklärt. Entweder werden die Symptome direkt durch die Influenzaviren ausgelöst oder aber, das durch die Grippe geschwächte Immunsystem, macht den Körper anfälliger für weitere Erreger, wie zum Beispiel Noro- und Rotaviren.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang):

Das Erbrechen wird durch einen Brechreiz ausgelöst, welcher psychischer oder physischer Natur sein kann.

Nerven aus dem Magen-Darm-Trakt (Gastrointestinaltrakt), aus dem Gleichgewichtsorgan (Vestibularorgan) sowie von der Großhirnrinde (Cortex cerebri) melden Reize, die zu Erbrechen führen, an das so genannte Brechzentrum im Hirnstamm. Diese Reize können dabei durch eine gesteigerte Magendehnung, virale Erreger im Magen-Darm-Trakt, giftige Stoffe im Blut aber auch durch Gleichgewichtsstörungen oder Gefühle wie Ekel ausgelöst werden.[2]

Daraufhin wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, welcher reflektorisch abläuft und dazu führt, dass sich Magen und Darm in umgekehrter Richtung entleeren.[3]

Zu beachten

Bleibt der Brechreiz auch nach Abklingen der restlichen Grippesymptome bestehen, sollte ein Arzt zur weiteren Abklärung aufgesucht werden.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe