Grippe: Symptome

Schwitzen bei Grippe

© PantherMedia / Wavebreakmedia ltd

Hohes Fieber stellt eines der Leitsymptome der echten Grippe (Virusgrippe oder Influenza) dar und ist in diesem Zusammenhang die Ursache starken Schwitzens.

Wieso es bei einer Grippe zu Fieber und damit zu Schwitzen kommt, welche Vorgänge im Körper ablaufen und welche Risiken damit verbunden sind, soll im Folgenden geklärt werden.

Medizinische Fakten

Ursache der Virusgrippe sind Influenza-Viren der Gruppen A, B und C, wobei letztere eher selten sind. Sie besiedeln nach einer Tröpfcheninfektion die Atemwege, sodass Betroffene nach 4-7 Tagen Inkubationszeit erkranken.

Die häufigsten Symptome sind plötzlich auftretendes hohes Fieber bis 40°C mit Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Eine allgemeine Schwäche mit Appetitlosigkeit, sowie Halsschmerzen, Husten und Schnupfen stellt sich ein.[1] Während einer Fieberphase ist es nicht ungewöhnlich, dass es zu starkem Nachtschweiß oder auch Schweißausbrüchen tagsüber kommt, da der Körper so die Temperatur reguliert.[2]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei den meisten Infektionserkrankungen ist Fieber das Leitsymptom, wobei erst ab 38,5 °C von Fieber gesprochen wird. Es zeigt an, dass das Immunsystem mit der Abwehr beschäftigt ist. Die Abwehrzellen (Leukozyten) funktionieren mit bestimmten Enzymen, die ihr Temperaturoptimum bei 38-41°C haben. Das bedeutet, dass sie bei diesen Temperaturen am besten und am schnellsten arbeiten. Der Körper reguliert seine Kerntemperatur bei Infektionen daher bewusst in den fiebrigen Bereich.

Gleichzeitig muss der Organismus sicherstellen, dass er nicht zu stark überhitzt. Steigen die Temperaturen weiter an, werden die Proteine – einer der wichtigsten Baustoffe des Körpers – zerstört und können ihre Aufgabe nicht mehr ausführen. Um dies zu vermeiden, werden besonders die Blutgefäße unter der Haut weitgestellt und geben einen Teil der Wärme an die Umgebung ab. Die Schweißdrüsen sondern den Schweiß auf die Hautoberfläche ab, wo er verdunstet. Dabei wird die Wärme von der Oberfläche abtransportiert. Besonders beim Schlafen arbeitet das Immunsystem des Körpers auf Hochtouren, deswegen sind vor allem nächtliche Schweißattacken typisch.

Zu beachten

Schwitzen gehört als typische Begleiterscheinung zu einer Grippe und ist nicht weiter besorgniserregend. Sollte das Schwitzen aber nach Abklingen der Grippe weiter bestehen, oder treten weitere Symptome dauerhaft hinzu, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden:

  • Hohes Fieber über 40°C
  • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Bewusstseinsstörungen[3]
  • Husten oder Schnupfen mit grünlichem Sekret

In einem solchen Fall kann der Verdacht auf eine Lungenentzündung (Pneumonie) oder eine Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung (Myo-/ Perikarditis)[4] bestehen.

Bei Kindern ist die Fieberreaktion besonders gut ausgeprägt. Auch bei banalen Infekten kommt es leicht zu Fieber, damit die zu Beginn noch untrainierte Immunabwehr beschleunigt wird. Dies lässt mit steigendem Alter zwar nach, bedeutet aber nicht, dass die Infekte für Erwachsene weniger gefährlich sind.[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe