Grippe: Symptome

Hoher Blutdruck bei Grippe

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Die echte Grippe (Influenza, Virusgrippe) ist eine Erkrankung, die durch einen Virus ausgelöst wird. Durch Abwehrreaktionen des Körpers, die während eines Infektes entstehen, können sich auch sogenannte Vitalparameter wie der Blutdruck und die Herzfrequenz verändern.

Zu welchen Veränderungen es kommt, und warum der Blutdruck bei einer Grippe in der Regel sogar niedriger wird, soll im nachfolgenden Text erklärt werden.

Medizinische Fakten

Hoher Blutdruck (Hypertonie) ist eine der weit verbreitetsten Erkrankungen der westlichen Welt. In Europa leidet jeder Zweite darunter. Unter einer Hypertonie werden systolische Werte über 140 mmHg und diastolische Werte über 90 mmHg verstanden.[1]

Da viele Personen bereits unter Bluthochdruck leiden, kann davon ausgegangen werden, dass viele Menschen, die an einer echten Grippe erkranken, schon bekannte Hypertoniker sind. Normalerweise ist es jedoch so, dass der Blutdruck während einer Grippe niedriger wird, weshalb Hypertoniker während einer Grippe normale Blutdruckwerte erreichen können.

Biologischer Zusammenhang

Eine Grippe geht in einer Vielzahl der Fälle mit Fieber einher. Durch einen zentral ausgelösten Temperaturanstieg versucht der Körper, besonders gute Bedingungen dafür zu schaffen, dass Keime abgetötet werden können und das Immunsystem optimal arbeiten kann.

Die dadurch entstandene Wärme muss vom Körper auch wieder abgegeben werden. Dies geschieht dadurch, dass Blutgefäße besonders in der Haut weit gestellt werden. Das Gefäßsystem, also der Raum, in dem sich das Blut befindet, wird dadurch vergrößert. Aufgrund dessen wird der Blutdruck sinken. Um die Versorgung der Organe mit Sauerstoff aufrechtzuerhalten, wird reflektorisch die Herzfrequenz ansteigen (Tachykardie).[2]

Zu beachten

Betroffene, die Hypertoniker sind, nehmen meistens mehrere Medikamente, um den Blutdruck in der Norm zu halten. Kommt es jetzt durch die Grippe zu einem physiologischen Blutdruckabfall, können die weiter eingenommen Medikamente bewirken, dass der Blutdruck zu niedrig wird (Hypotonie). Die Hypotonie wird zusätzlich dadurch gefördert, dass man sich bei einer Influenza die meiste Zeit im Bett befindet und sich körperlich nicht betätigt. Treten dennoch ungewöhnlich hohe Blutdruckwerte während der Grippe auf, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Symptome, die dann auftreten können sind:

  • Müdigkeit, Mattigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Herzklopfen
  • eventuell kurzzeitiger Bewusstseinsverlust

Da ein hoher Blutdruck auch Ursachen wie hormonelle Störungen haben kann, kann er sich auch das erste Mal während einer Grippe manifestieren. Dann bleiben die erhöhten Werte aber auch nach der Grippe bestehen und müssen weiter vom Arzt abgeklärt werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe