Grippe: Symptome

Grippe ohne Erkältungssymptome

© PantherMedia / Piotr Marcinski

Grippe (Influenza) ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich die oberen und unteren Atemwege betrifft und durch Influenzaviren übertragen wird. Die Symptome einer Grippe ähneln einer Erkältung, jedoch haben Studien gezeigt, dass ein grippaler Infekt auch ganz ohne Husten, Schnupfen oder anderen Erkältungssymptomen ablaufen kann. auch ohne Fieber und Gliederschmerzen? Im Folgenden soll auf medizinische Fakten, biologische Zusammenhänge und Risiken einer solchen symptomlosen Grippe eingegangen werden.

Medizinische Fakten

Grippe zeichnet sich vor allem durch einen schnellen Krankheitsbeginn aus. Schon ein bis drei Tage nach dem Kontakt zu dem Virus können erste Symptome wie Fieber (über 38°C) und Schüttelfrost eintreten.[1] Andere typische Symptome sind:

  • Glieder- und Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
  • laufende oder verstopfte Nase
  • Husten
  • Niesen

Müdigkeit und ein trockener Husten können oft noch über Wochen bestehen. Auch das Fieber ist häufig wiederkehrend und langanhaltend. Die Symptome müssen nicht alle und auch nicht gleichzeitig eintreten. Studien belegen zudem, dass es oft sogar zu keinem offensichtlichen Ausbruch der Krankheit kommt. Das bedeutet, dass Personen zwar mit Influenzaviren in Kontakt gekommen und infiziert sind, jedoch kaum oder keine Symptome verspüren.[2]

Biologische Zusammenhänge

Etwa 77% der mit den Influenzaviren infizierten Personen merken kaum oder sogar überhaupt nicht, dass sie an einer Grippe erkrankt sind. Dies belegt eine Studie, die zwischen 2006 und 2011 in England durchgeführt wurde. Den Teilnehmern der Studie wurde vor und nach Beginn der Influenzasaison Blut abgenommen und die Menge von möglicherweise vorhandenen Antikörpern bestimmt (Titer). Die Personen wurden in dieser Zeit regelmäßig kontaktiert und sollten Angaben darüber machen, ob sie Erkältungssymptome verspüren. Es zeigte sich, dass 20% der Teilnehmer nach der Grippesaison erhöhte Antikörpermengen gegen das Influenzavirus im Blut hatten, was auf eine Infektion deutet. Jedoch hatten nur ein Viertel dieser Personen Symptome und Erkältungszeichen angegeben.

Dies ist nun zum Teil eine gute, zum anderen Teil aber auch eine schlechte Nachricht. Zwar haben demnach nur ca. ein Viertel derInfluenzainfizierten Beschwerden und leiden nicht unter den typischen Grippesymptomen, jedoch bedeutet dies auch, dass diese Personen gar nicht wissen, dass sie eine Ansteckungsgefahr für ihre Mitmenschen darstellen.[3]

Zu beachten

Üblicherweise erfolgt die Ansteckung mit den Influenzaviren über eine Tröpfchen- oder eine Schmierinfektion. Der sicherste Weg eine Verbreitung der Erreger zu limitieren ist, nun mehr und bewusst auf Hygiene zu achten. So sollten Taschentücher beim Naseputzen, Niesen und Husten verwendet und danach direkt verworfen werden. Bei Fieber wird geraten, sich möglichst solange bis es abgeklungen ist, zuhause zu erholen. Hände und Oberflächen sollten regelmäßig und gut gereinigt werden. Es sollte vermieden werden Essen, Becher, Gläser und Besteck mit anderen Personen zu teilen. Da mittlerweile wissenschaftlich bewiesen ist, dass auch symptomfreie Grippen ansteckend sind, sollten diese Ratschläge generell auch bei weitgehendem körperlichem Wohlbefinden befolgt werden, um eine Infektion zu vermeiden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe