Grippe: Symptome

Grippe Symptome

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Die Symptome einer Virusgrippe (Influenza) ähneln in vielerlei Hinsicht den Symptomen einer Erkältung. Welche Besonderheiten die „echte Grippe“ jedoch hat und mit welchem Verlauf der Symptome gerechnet werden kann, wird in folgendem Text näher erläutert.

Symptome einer komplizierten Influenza-Infektion:

In schweren Verlaufsformen kann es durch die Grippe zu Atemnot, Lethargie und Bewusstseinseintrübungen sowie zu Muskel- und Herzproblemen mit Blutdruckabfällen kommen. Hiervon sind häufig Kinder betroffen.

Manche Erkrankte entwickeln eine Lungenentzündung (Pneumonie) mit blutigem oder koloriertem Auswurf, die entweder direkt durch die Influenza-Viren oder aber auch durch zusätzliche bakterielle Superinfektionen ausgelöst wurde. In diesen seltenen Fällen kann eine Intensivbehandlung im Krankenhaus notwendig werden, wenn z.B. ein Atemnotsyndrom vorliegt und die Betroffenen beatmet werden müssen.

Biologische Zusammenhänge:

Influenza-Viren vermehren sich gehäuft in den Atemwegen, so sitzen sie beispielsweise in den Epithelien der Luftröhre und den Bronchien. Durch die Vermehrung der Viren gehen Teile dieses Oberflächengewebes zugrunde. Durch diese Reizung schwellen die Schleimhäute der Atemwege an und produzieren Schleim, der dann abgehustet werden muss. Es gibt außerdem Hinweise darauf, dass Influenza-Viren Mikroblutungen und eine Umstrukturierung des Lungengewebes auslösen können.[2]

Symptome außerhalb des respiratorischen Systems, insbesondere Fieber, können zu großen Teilen auf die starke Aktivierung des Immunsystems zurückgeführt werden. Insbesondere die Produktion verschiedener Entzündungsmediatoren, wie beispielsweise Zytokinen, wird durch die Influenza stark angeregt.[3]

Ausprägung:

Nicht jeder Influenza-Infizierte zeigt die gleiche Ausprägung an Symptomen. So hat etwa ein Drittel der Betroffenen nur leichte Beschwerden und ein Drittel starke Beschwerden – ein Drittel bleibt sogar symptomlos, kann aber trotzdem ansteckend sein. Einen schweren Verlauf, der sich meist durch eine Verschlechterung nach etwa 3-5 Tagen ankündigt, zeigen meist Personen aus Risikogruppen, die beispielsweise eine bestehende Herz- oder Lungenerkrankung haben. Deshalb wurde eine Impfempfehlung auch speziell für diese Gruppen ausgesprochen.[4] Ist man gegen die Virusgrippe geimpft, wird davon ausgegangen, dass, falls man trotz Impfung erkranken sollte, der Verlauf deutlich schwächer ausgeprägt ist.[5]

Die Dauer einer Grippeerkrankung ist sehr variabel, und kann sich durch zusätzliche Infektionen in die Länge ziehen. Der Höhepunkt einer unkomplizierten Virusgrippe ist etwa am 3.-5. Tag erreicht, danach tritt allmählich Besserung ein. Husten kann jedoch noch über Wochen bestehen. Ist auch nach mehreren Wochen noch ein Abgeschlagenheitsgefühl vorhanden, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um kardiologische Folgeerscheinungen auszuschließen.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe