Grippe: Symptome

Kreislaufprobleme bei Grippe

© PantherMedia / Toni Anett Kuchinke

Während einer Virusgrippe (oder Influenza bzw. echte Grippe) kommt es häufig auch zu Kreislaufproblemen. Der folgende Text soll aufzeigen, wann Kreislaufprobleme bei einer Grippe auftreten, welcher Wirkmechanismus dahinter steckt und wann ein Arztbesuch unternommen werden sollte.

Medizinische Fakten

Eine Influenza zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr plötzlich und unerwartet auftritt und dem Betroffenen schnell ein Gefühl des Krankseins vermittelt. Die virale Belastung für unser Immunsystem führt oft zu Kreislaufproblemen als Begleiterscheinung während der Grippe. Besonders das hohe Fieber (Pyrexie) stellt für den Kreislauf ein großes Problem dar.[1] Als Symptome von Kreislaufschwankungen werden ein allgemeines Schwächegefühl, Schwindelattacken sowie Augenflimmern und Schweißausbrüche angesehen.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Das Kreislaufsystem des menschlichen Organismus setzt sich zusammen aus Herz und Blutgefäßen (Arterien, Venen, Kapillaren). Mit dem Anstieg der Körpertemperatur versucht der Körper, dem Fieber durch Wärmeabgabe über die Haut entgegenzuwirken. Dies geschieht durch die Erweiterung der oberflächlichen Hautgefäße. Dadurch hat das im Körper vorhandene Blut mehr Raum, um sich auszubreiten, was zu einer Senkung des Blutdrucks führt.[2] Der niedrige Blutdruck während der Grippe- und Fieberphase bei einem bereits geschwächten Immunsystem kann zu Kreislaufproblemen führen.[3]

Ferner kann es bei einer echten Grippe zu einem Paukenerguss(Seromucotympanon) kommen, einer Ansammlung von Sekret im Mittelohr.[4] Dadurch, dass die Infektion ins Mittelohr aufsteigt, schwillt die Schleimhaut der Tuba auditiva (Ohrtrompete) an und kann ihre Funktion, den Druckausgleich zwischen Paukenhöhle (Cavum tympani) und Mittelohr herzustellen, nicht mehr ausführen.[5] Hierdurch kommt es zu einem Unterdruck, der wiederum zur Flüssigkeitsansammlung und zu Störungen im Vestibularapparat (wichtigstes Gleichgewichtsorgan) führt. Es resultieren Kreislaufprobleme während der Grippe.

Zu beachten

Kreislaufprobleme treten oft als Begleiterscheinung einer echten Grippe auf. Sie sind deshalb vorerst nicht speziell zu behandeln. Kommt es jedoch zu hohem Fieber oder dem erwähnten Paukenerguss, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Wenn sich der Kreislauf nach der Grippe nicht regeneriert, kann dies auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung des Körpers hinweisen.[6]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe