Grippe: Symptome

Grippe mit Fieber

© PantherMedia / Lev Dolgachov

Die echte Grippe, welche durch Influenzaviren ausgelöst wird, zeichnet sich sehr häufig durch plötzlich auftretendes, hohes Fieber aus. Dieses ist ein Anzeichen für die körpereigene Immunreaktion auf den eingedrungenen Erreger.[1] Der Zusammenhang zwischen Fieber und Influenza soll im Folgenden anhand der medizinischen Faktenlage, dem biologischen Zusammenhang und den möglichen Risiken genauer erklärt werden.

Medizinische Fakten

Das unmittelbare Aufkommen sowie der rasante Anstieg von Fieber ist typisch für eine Influenza und stellt ein Leitsymptom dar. Von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Auftreten der ersten Symptome zeigt sich eine Inkubationszeit von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen.

Nach dieser Zeit kommst es zu einem stark ausgeprägten Krankheitsgefühl bei den Betroffenen sowie zu hohem Fieber. Innerhalb eines Tages steigt das Fieber in der Regel auf einen Wert um die 39 °C oder höher. Der Fieberverlauf muss engmaschig kontrolliert und ein Ansteigen der Körpertemperatur auf über 40 °C verhindert werden, da dies zu weiteren Komplikationen führen kann.

Solange das Fieber steigt, kommt es auch zu Schüttelfrost. Sobald der Höhepunkt des Fiebers erreicht ist, schließt sich eine Temperatursenkung an, wodurch die ebenfalls für eine Influenza typischen Schweißausbrüche hinzukommen.[2] 

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Fieber ist bei Influenza grundsätzlich nichts Schlechtes, sondern eine Abwehrreaktion auf die eingedrungenen Erreger.[3] Fieber entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen der Erhöhung der Körpertemperatur und dem Wärmeverlust über die Haut.

Die Regulation der Körpertemperatur wird durch den Hypothalamus, einer bestimmten Region des Gehirns, geregelt. Ähnlich eines Thermostats sind bestimme Sollwerte vorgegeben, die der normalen Körpertemperatur entsprechen. Steigen diese Sollwerte im Zuge einer Infektion an, so kommt es zum Ausbruch von Fieber. Ursächlich sind fieberauslösende Stoffe, sogenannte Pyrogene, welche von den Abwehrzellen des Körpers (vor allem von Granulozyten, Lymphozyten sowie Makrophagen) produziert werden. Diese Abwehrzellen arbeiten am besten bei Körperkerntemperaturen zwischen 38-41 °C – das Fieber steigert somit die Effizienz des Immunsystems: Keime werden schneller beseitigt und die Infektion dadurch verkürzt.[4] 

​Zu beachten

Zur Vermeidung von Hitzestau sollte der Betroffene nicht zu warm gehalten werden. Auch wird von der Einnahme starker Schmerzmittel abgeraten, um die Krankheitssymptome nicht zu unterdrücken.[5]

Fieber sollte in der Regel nicht gesenkt werden, um die immununterstützende Funktion aufrechtzuerhalten. Steigt die Temperatur jedoch auf 39 bis 40°C, sollte an eine Senkung gedacht werden. Gut wirsames Hausmittel wären Wadenwickel: Sie senken die Körpertemperatur durch Wärmeentzug – ähnlich dem Schwitzen. Steigt das Fieber über 40 °C oder dauert es länger als drei Tage, muss unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden.[6] Nach einer überstandenen Virusgrippe gilt es, sich körperlich für mindestens eine Woche zu schonen. Vor allem von sportlichen Aktivitäten sollte in dieser Zeit abgesehen werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe