Grippe: Symptome

Knochenschmerzen bei Grippe

© PantherMedia / Theepatheep Kawinpathawee

Eine Virusgrippe (auch Influenza oder echte Grippe) ist eine akut auftretende und ansteckende Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren ausgelöst wird. Eine typische Begleiterscheinung der Influenza sind Knochenschmerzen (Ostealgie).[1]

Im weiteren Verlauf des Textes wird geklärt, wann es zu Knochenschmerzen während einer Grippe kommt, welcher Wirkmechanismus dahinter steckt, und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Medizinische Fakten

Knochenschmerzen (Ostealgie) werden wie auch die Gelenk- (Arthralgie) und Muskelschmerzen (Myalgie) zu den Gliederschmerzen gezählt.[2] Die bei einer Influenza häufig auftretenden Ostealgien sind meist durch ziehende Schmerzen in den Gliedmaßen charakterisiert, die in Dauer und Intensität sehr unterschiedlich ausfallen können. Knochenschmerzen treten meist in Verbindung mit Fieber (Pyrexie) auf. Meist ist die Ostealgie auf die Virusgrippe zurückzuführen, kann jedoch auch zahlreiche andere Ursachen haben.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Die empfundenen Schmerzen sind auf die Freisetzung wichtiger Botenstoffe (Neurotransmitter) zurückzuführen. Diese spielen auf der einen Seite eine wichtige Rolle im Immunsystem, fungieren aber andererseits auch als Schmerzverstärker.[3] Durch das Aktivieren der Immunantwort tragen sie zur Entstehung des Fiebers bei. Des Weiteren nehmen diese Botenstoffe Einfluss auf die Schmerzrezeptoren des Körpers (Nozizeptoren = freie Nervenendigungen), indem sie diese empfindsamer machen oder direkt aktivieren. Sie wirken zudem fördernd auf die Spontanaktivität der Neuronen und können einen Ruheschmerz auslösen. Es sind wahrscheinlich das Hormon Histamin, aber auch die Gruppe der Prostaglandine (vor allem PGE2[4]), die als schmerzverursachende (alogene) Botenstoffe dafür sorgen, dass der Betroffene die Knochenschmerzen wesentlich stärker wahrnimmt.[5]

Zu beachten

In den meisten Fällen verschwinden die Knochenschmerzen nach der Grippe wieder und bedürfen keiner speziellen Therapie. Ist dies jedoch nicht der Fall, sollte schnellstmöglich der behandelnde Arzt zu Rat gezogen werden.[6] Es kann sich beispielsweise um chronische Gliedschmerzen handeln, die medizinisch behandelt werden sollten.[7]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe