Grippe: Symptome

Lymphknoten geschwollen bei Grippe

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Geschwollene Lymphknoten im Verlauf einer Grippe (auch echte Grippe, Influenza oder Virusgrippe) sind ein Zeichen des aktivierten Immunsystems.

Warum schwellen Lymphknoten während einer Infektion an und was können weitere Gründe für eine Vergrößerung sein?

Medizinische Fakten

Geschwollene Lymphknoten sind ein häufiges Symptom bei sämtlichen Infektionskrankheiten. Sie zeigen nicht nur an, dass das Immunsystem Krankheitserreger bekämpft, sondern ermöglichen dem fachkundigen Arzt auch eine genauere Lokalisation des Infektionsherdes. Bei der durch Influenza-Viren der Gruppen A, B und C verursachten echten Grippe sind meist die Lymphknoten des Halses betroffen.[1]

Neben der Schwellung lässt sich das Symptom folgendermaßen charakterisieren:

  • Rötung
  • Überwärmung
  • Eingeschränkte Funktion

Die Lymphknoten schwellen während einer Grippe innerhalb weniger Tage an und verkleinern sich erst nach 2-3 Wochen. Die Lymphknoten sind meistens verschieblich und schmerzhaft.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Die normalerweise linsengroßen Lymphknoten sind sekundäre, lymphatische Organe und den Lymphbahnen zwischengeschaltet. Sie sind Filterstationen des Blutes und werden früher oder später im Laufe der Infektion von Viren passiert. Die Abwehrzellen des Immunsystems (Lymphozyten), die dort liegen, fressen (phagozytieren) die krankmachenden Keime.[2]

Alle Zellen tragen auf ihrer Oberfläche sogenannte Antigene, charakteristische Proteine und Kohlenhydrate, an denen das Immunsystem die Eigenschaften „eigen“ oder „fremd“ festlegt. Fremde Antigene stimulieren die Lymphozytenbildung und führen gleichzeitig zu einer Entzündungsreaktion.[3] Das reaktive Anschwellen des Lymphknotens ist die Folge.[4]

Zu beachten

Neben den reaktiv-entzündlich veränderten Lymphknoten gibt es auch tumoröse Veränderungen, die das lymphatische Gewebe anschwellen lassen. Sogenannte Neubildungen (Neoplasien) können Metastasen, Lymphome oder eine Leukämie (Blutkrebs) als Ursache haben.[5]

Als grobe Orientierung zur Unterscheidung von Lymphknotenvergrößerungen können Faktoren wie der zeitliche Verlauf, der Schmerz, die Verschiebbarkeit der Knoten und die Konsistenz herangezogen werden. Wenn die Größenveränderung auf einen Tumor zurückgeht, entwickelt sich diese über einige Tagen bis Wochen und bleibt dauerhaft bestehen. Der Betroffene spürt keine Schmerzen, die Knötchen sind weder verschiebbar noch weich von der Konsistenz her. In diesem Fall sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe