Grippe: Symptome

Herzrasen bei Grippe

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Herzrasen (Tachykardie) ist die Beschleunigung der Herzfrequenz und verursacht einen erhöhten Puls. Während einer Grippe (Influenza, auch als echte Grippe oder Virusgrippe bekannt) ist das Auftreten einer erhöhten Herzfrequenz kein typisches Symptom, kann aber durch das Fieber, das häufig während einer Grippe auftritt, ausgelöst werden.[1]

Wann genau Herzrasen bei einer Grippe auftreten kann, welche Wirkungsweise dem zugrunde liegt und welche Risiken beachtet werden müssen, soll in den folgenden Abschnitten geklärt werden.

Medizinische Fakten

Medizinisch gesehen, wird bei einem erwachsenen Menschen eine länger andauernde Herzfrequenz von über 100 Schlägen pro Minute als Herzrasen (Tachykardie) bezeichnet. Die Ursachen können vielfältig sein und müssen nicht immer auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Bei körperlicher Anstrengung oder Aufregung kann ein Puls von über 100 Schlägen pro Minute normal sein. Herzrasen kann aber auch durch krankhafte Veränderungen am Herzen verursacht werden. Hierzu zählen beispielsweise Durchblutungsstörungen am Herzmuskel. Auch Hormone und Neurotransmitter können Gründe für Herzrasen sein. Eine Grippe wird häufig durch Fieber begleitet. Dies kann ebenfalls einen Auslöser von Herzrasen darstellen.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei Fieber werden die kleinen Blutgefäße der Haut (Kapillaren) aufgrund der Temperaturerhöhung weit gestellt. Der Körper gibt auf diesem Wege vermehrt Körperwärme nach außen ab. Der Organismus versucht so, dem zentral ausgelösten Temperaturanstieg entgegenzuwirken. Durch die Erweiterung der kleinen Blutgefäße verteilt sich das Blutvolumen auf einen größeren Raum, wodurch der Blutstrom verlangsamt wird und der Blutdruck sinkt. Um einem Blutdruckabfall entgegenzuwirken, reagiert der Körper reflexartig mit einer Erhöhung der Herzfrequenz. Dieser Vorgang wird als Reflextachykardie bezeichnet und vom Sympathikus gesteuert. Der Anstieg der Herzfrequenz schützt den Körper in diesem Falle vor einem Blutdruckabfall und dessen möglichen Folgeschäden.[2]

Risiken

Meist steigt die Herzfrequenz beim Aufstehen oder bei Anstrengung und normalisiert sich im Ruhezustand wieder. Herzrasen kann aber auch ein Hinweis auf eine schwere Erkrankung sein, wie beispielsweise Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und dauerhafte Schäden hinterlassen. Deswegen sollte bei Herzrasen, das länger anhält und dessen Ursache nicht bekannt ist, dringend ein Arzt aufgesucht werden. Auch in Schockzuständen nach Unfällen, durch hohen Blutverlust, durch einen anaphylaktischen Schock oder durch einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) kann Herzrasen ausgelöst werden. In diesen Fällen besteht Lebensgefahr. Es ist dringend eine notfallmedizinische Versorgung notwendig.[3][4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Grippe