Erkältung: Im Alltag

Arbeiten bei Erkältung?

© PantherMedia / PengGuang Chen

Verursacht wird eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) durch Viren oder Bakterien. Um Komplikationen bei einer Erkältung zu vermeiden, ist es unter bestimmten Umständen sinnvoll, auf das Arbeiten während einer Erkältung zu verzichten.

Was bei einer Erkältung passiert, wann auf Arbeiten verzichtet werden sollte und was beim Arbeiten mit einer Erkältung beachtet werden sollte, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Wer trotz Erkältung arbeiten geht, muss sich darüber im Klaren sein, dass er nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdet. Die Gefahr, dass es zu einer Übertragung von Krankheitserregern kommt, ist bei der Arbeit extrem hoch.

Zudem stellt Arbeit für viele Menschen einen mehr oder weniger starken Stressfaktor dar. So kann es zu einer Verschlimmerung der Erkältung kommen. Besonders bei folgenden Berufen ist es sinnvoll, bei einer Erkältung zu Hause zu bleiben:

  • Pflegeberufe
  • Berufe in der Gastronomie
  • Berufe in der Lebensmittelindustrie

Ein Schnupfen allein ist noch kein Grund, sich krankschreiben zu lassen. Ausschlaggebend ist häufig das subjektive Gefühl. Wer meint, er könne sich nicht mehr auf seine Arbeit konzentrieren, der sollte lieber zu Hause bleiben.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Einerseits besteht auf der Arbeit eine erhöhte Gefahr, andere mit den Krankheitserregern anzustecken. Das kann durch direkten Kontakt, durch verunreinigte Gegenstände wie Türklinken oder Telefonhörer oder durch Speicheltröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen geschehen. Vor allem Menschen, die in der Öffentlichkeit arbeiten, also in Bereichen wie der Gastronomie, können so innerhalb kurzer Zeit viele Menschen anstecken.

Pflegende Berufsstände müssen daran denken, dass ältere und kranke Menschen sowieso schon ein schwächeres Immunsystem haben, als ansonsten gesunde Menschen. Kommen sie mit Erkältungsviren in Kontakt, können hier viel schwerere Symptome entstehen, als bei anderen Menschen.

Auch für die eigene Gesundheit stellt die Arbeit bei einer Erkältung oft ein Risiko dar. So bedeutet Arbeit für den Körper einen zusätzlichen Stressfaktor. Dadurch kann die Funktion des Immunsystems reduziert werden und die Erkältung kann sich verschlimmern.[2]

Risiken

Spätestens bei Fieber (Pyrexie) sollte mit der Arbeit pausiert werden. Fieber stellt eine extrem hohe Belastung für den Körper dar. Wird dann zusätzlich gearbeitet, kann der Körper mit beiden Stress-Faktoren überfordert sein. Die Erkältung kann sich so extrem verschlimmern und deutlich länger andauern.

Wer sich nicht schont riskiert außerdem, dass es zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion kommt, wenn das Immunsystem nicht mehr richtig arbeitet. Bakterien lösen stärkere Symptome aus als Viren. Außerdem besteht die Gefahr, dass sie sich weiter im Körper ausbreiten und andere Organe befallen. Im schlimmsten Fall kann es dann zu folgenden Komplikationen kommen

  • Entzündung der Bronchien (Bronchitis)
  • Entzündung der Lunge (Pneumonie)
  • Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis)

Arbeitnehmer wie Selbstständige sollten immer daran denken, dass sie, wenn es zu solchen Komplikationen kommt, deutliche länger ausfallen werden als mit einer Erkältung. Deshalb gilt im Zweifelsfall immer: Lieber schonen![3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung