Erkältung: Im Alltag

Bei Erkältung Sport machen?

© PantherMedia / Dmitriy Shironosov

Eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) ist in der Regel nicht gefährlich. Um Komplikationen zu vermeiden, sollte jedoch in bestimmten Situationen auf zusätzliche Risikofaktoren verzichtet werden. Dazu zählt in jedem Fall die sportliche Betätigung.

Was bei einer Erkältung im Körper passiert, warum Sport gefährlich sein kann, und wann er noch möglich ist, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Bei einer Erkältung kommt es zu einer Entzündung der oberen Atemwege. Dabei treten Symptome wie Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Halsschmerzen und eventuell leichtes Fieber (Pyrexie) auf. Während einer Erkältung sollte auf Sport verzichtet werden. Auch Sport lässt Entzündungsprozesse ablaufen und kann so zu einer Verschlechterung der Symptomatik führen.[1] Zudem muss der Körper all seine Energie auf den Genesungsprozess konzentrieren.

Nach einer Erkältung sollte nur langsam wieder mit dem Sport begonnen werden.[2] Dabei ist es gut, im niedrigen Pulsbereich anzufangen und den Belastungspuls nur langsam wieder zu steigern. Extreme Ausdauerleistungen und Spitzensport sollte erst zwei bis drei Wochen nach einer Erkältung wieder mit voller Intensität betrieben werden. Besteht nur ein kleiner Schnupfen, ist gegen leichte sportliche Aktivität nichts einzuwenden.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Eine Erkältung führt in der Regel zu einem Entzündungsprozess in den oberen Atemwegen. Dieser wird durch Viren oder Bakterien hervorgerufen, die Krankheitserreger befallen die Schleimhäute und zerstören Zellen. Durch diese Entzündungsprozesse wird das Immunsystem aktiviert. Es produziert daraufhin sogenannte Antikörper gegen die Krankheitserreger. Dazu benötigt es Nährstoffe und Energie.[3]

Sport bedeutet eine zusätzliche Belastung für den Organismus. Auch hierfür wird Energie benötigt. Um diese Energie zu beschaffen, wird die Funktion des Immunsystems eingeschränkt. Krankheitserreger könne sich so schneller im Körper ausbreiten und weniger schnell bekämpft werden.

Risiken

Das größte Risiko bei einer Erkältung besteht darin, dass sichKrankheitserreger weiter im Körper ausbreiten und dabei andere Organe befallen. Im schlimmsten Fall kann es zu folgenden Krankheitsbildern kommen:

  • Entzündung der Bronchien (Bronchitis)
  • Entzündung der Lunge (Pneumonie)
  • Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis)

Bei einer Herzmuskelentzündung kann es zu Herzrhythmusstörungen und schließlich zu einem Herzstillstand kommen.

Außerdem kann es auch zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion kommen. Eine bakterielle Infektion geht meist mit schwereren Symptomen einher und hält länger an als eine virale Infektion.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung