Erkältung: Im Alltag

Infrarotsauna bei Erkältung?

© PantherMedia / Uwe Märtens

Als Heilmittel bei einer Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) wird häufig die Infrarotsauna genannt. Diese ist jedoch nur in bestimmten Situationen sinnvoll.

Was bei einer Erkältung passiert, wann die Infrarotsauna helfen kann, wie sie wirkt und was beachtet werden muss, wird im Folgenden erklärt.

Medizinische Fakten

Ob der Besuch in der Infrarotsauna bei einer Erkältung schadet oder nutzt, hängt in erster Linie von der Heftigkeit der Erkrankung ab. Wie in einer normalen Sauna auch, stellt die von außen zugeführte Wärme für den Körper eine Belastung dar. Bei einer starken Erkältung sollte die Sauna gemieden werden. Das gilt, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Abgeschlagenheit
  • Fieber (Pyrexie)
  • Gliederschmerzen

Bei leichtem Schnupfen (Rhinitis) kann die durch die Wärme erzeugte Durchblutungssteigerung Linderung bringen. [1]

Wirkungsweise (biologischer Zusammenhang)

Infrarotsaunen sind eine neue Alternative zur klassischen finnischen Sauna. Die Wärme (ideal: Temperaturen von 35 bis 50 °C) wird durch Infrarotleuchter in der Kabine erzeugt. Infrarotsaunen sollen zum Beispiel bei Muskel- und Gelenkschmerzen helfen und Hautproblemen vorbeugen. Die Wärme, die in der Sauna erzeugt wird, stellt eine hohe Belastung für den Körper dar. Ein gesunder Körper kann darauf ohne Probleme reagieren. Liegt eine Erkältung vor, wird allerdings die Funktion des Immunsystems durch die Wärme beeinträchtigt. Unter Umständen kann so der Besuch einer Infrarotsauna eine Erkältung verlängern oder verschlimmern.

Risiken

Für einen Laien ist es oft schwierig, eine Erkältung und eine Grippe auseinanderzuhalten. Grundsätzlich sind bei einer Grippe Symptome meist schwerer ausgeprägt als bei einer Erkältung. Oft tritt zudem Fieber (Pyrexie) auf.

Bei einer Grippe sollte die Infrarotsauna unbedingt gemieden werden. Insbesondere bei Fieber stellt die zusätzliche Wärme eine extrem hohe Belastung für den Körper dar. Hier besteht unter anderem die Gefahr der Überhitzung, der Dehydrierung (zu hoher Wasserverlust) und des Kreislaufkollaps.

Wer sich nicht sicher ist, woher seine Beschwerden kommen, sollte also lieber auf den Besuch der Infrarotsauna verzichten. Bei länger anhaltenden Symptomen sollte der Hausarzt konsultiert werden. Dieser kann die genaueKrankheitsursache feststellen und einen individuellen Ratschlag geben, ob ein Besuch der Infrarotsauna sinnvoll ist.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung