Erkältung: Im Alltag

Erkältung im Sommer

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Eine Erkältung (grippaler Infekt) stellt eine Virusinfektion dar, welche aufgrund ihres Namens häufig als Erkrankung der kalten Monate angesehen wird. Allerdings zeigt sie sich zu allen Jahreszeiten und tritt nicht selten auch im Sommer auf. Eine durch Viren ausgelöste Sommererkältung wird ähnlich wie im Winter durch ein geschwächtes Immunsystem begünstigt.[1] Welche Ursache eine Erkältung hat und wie sie im Sommer behandelt werden kann, wird im Folgenden näher ausgeführt.

Ursachen von Erkältungen im Sommer

Als Ursache für eine Erkältung kommen mehr als 200 verschiedene Viren infrage; am häufigsten sind Rhinoviren für die Erkrankung verantwortlich. Das Risiko einer Infektion mit dem Virus besteht das ganze Jahr über. Im Winter ist es allerdings erhöht, da durch die Kälte das Immunsystem geschwächt ist und die Schleimhäute als Schutzbarriere gegen Erreger weniger durchblutet und damit durchlässiger sind.[2] Aber auch im Sommer wird unser Immunsystem durch verschwitzte Kleidung, Klimaanlagen und häufige Temperaturwechsel beeinflusst und es kann zum Ausbruch einer Erkältung kommen.[3] Diese geht mit Symptomen wie Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Schmerzen im Hals, Kopf (Cephalgie) und Gliedern sowie gelegentlich niedrigem Fieber (Pyrexie) einher. Im Sommer tritt die Erkältung manchmal zusammen mit einem Magen-Darm-Infekt auf und es kommt zu Durchfall (Diarrhoe) und Bauchschmerzen.[4] Mit Abklingen der Erkältung nach 3 bis 7 Tagen verschwinden auch die Symptome in der Regel von selbst.[5]

Behandlung von Erkältungen im Sommer

Da eine Erkältung in der Regel recht komplikationsfrei verläuft, liegt der Behandlungsschwerpunkt auf der Symptomlinderung. Für die meisten Symptome findet sich die Ursache bei den Entzündungen der Schleimhäute in den Atemwegen, welche durch den Infekt verursacht werden. Durch Wärme und Feuchtigkeit können die Schleimhäute beruhigt und gepflegt werden. Dies ist im Sommer einfacher als im Winter.

Hausmittel:

Allgemein ist es ratsam, bei einer Erkältung viel zu trinken, am besten Wasser oder Tee, z. B. Salbei- oder Kamillentee, da diese einen entzündungshemmenden und desinfizierenden Effekt haben.[6] Eine Alternative stellt Honigmilch mit Zwiebel dar. Diese wirkt entzündungshemmend und antibakteriell, zudem werden dadurch die Schleimhäute beruhigt und gepflegt.

Anwendung:

Für die Honigmilch mit Zwiebel eine kleine feingehackte Zwiebel für fünf Minuten in einer Tasse Milch kochen, auf Raumtemperatur abkühlen lassen, abseihen und einen Löffel Honig hinzugeben. Das Ganze zwei- bis dreimal täglich in kleinen Schlucken trinken.[7] Weitere Möglichkeiten sind die Inhalation mit Salzwasser sowie das Anlegen von Halswickeln mit Quark zur Entzündungsrückbildung.[8]

Wirkstoffe:

Gerade gegen den lästigen Husten und Schnupfen können verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz kommen. Bei festsitzendem Schleim stellen Hustenlöser wie Ambroxol oder Acetylcystein (ACC) eine recht verträgliche Lösung dar. Bei trockenem Reizhusten dagegen sind vor allem nachts Hustenstiller wie Codein oder Hydrocodon zu empfehlen.
Xylometazolinhydrochlorid ist in Nasensprays und -tropfen (Nasic, Otriven, Imidin etc.) enthalten. Es macht durch seine abschwellende Wirkung die Nase wieder frei und erleichtert die Atmung. Bei Fieber und Schmerzen können Ibuprofen oder Paracetamol helfen.[9].

Therapien:

Wie bei jeder Erkrankung ist Bettruhe erst einmal die beste Therapie, da der Körper so die Kraft für die Bekämpfung des Infektes aufwenden kann. Zudem können durch eine feuchte Umgebungsluft sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr eine Beruhigung der Schleimhäute und eine Lösung des Schleims bewirken. Da die Außentemperaturen und die Luftfeuchtigkeit im Sommer meist höher sind als in den anderen Jahreszeiten, kann auch während einer Erkältung an die frische Luft gegangen werden, wodurch der Kreislauf und das Immunsystem angeregt werden.[10]

Zu beachten

Zu den Risikogruppen für eine Erkältung gehören Personen mit einem geschwächten Immunsystem wie ältere Menschen, chronisch Kranke oder Kinder. Bei ihnen sind das Infektionsrisiko sowie das Risiko eines schwereren Krankheitsverlaufes auch im Sommer erhöht. Sollte eine vorliegende Erkältung nach mehr als einer Woche nicht von selbst abklingen oder das Fieber stark steigen, ist Rücksprache mit einem Arzt zu halten. Schwangere sollten sich bezüglich möglicher Medikamenteneinnahmen beraten lassen.[11]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung