Erkältung: Im Alltag

Ich habe eine Erkältung

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„Ich habe eine Erkältung“, ist nicht selten zu hören. Eine Erkältung (grippaler Infekt) ist einer der verbreitetsten Infekte über alle Jahreszeiten hinweg. Er wird durch Viren verursacht, die eine Entzündung der Schleimhäute in den Atemwegen auslösen. Die Folge sind in der Regel Symptome wie Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Kopf- (Cephalgie), Hals- (Pharyngitis) und Gliederschmerzen sowie manchmal leichtes Fieber (Pyrexie). Der Behandlungsschwerpunkt einer Erkältung liegt meist auf der Symptomlinderung. Welche Ursache einer Erkältung zugrunde liegt und wie die Behandlung aussieht, wird im Weiteren näher ausgeführt.

Ursache einer Erkältung

Eine Erkältung wird durch eine Infektion mit Viren ausgelöst. Insgesamt kommen mehr als 200 Viren verschiedener Familien als Auslöser infrage. Die häufigsten sind Rhino-, Adeno-, Parainfluenza-, Coxsackie- und RS-Viren. Sie verursachen Entzündungen in den Atemwegen, auf welche die einzelnen Symptome zurückzuführen sind. Bei der Behandlung wird daher meist der Schwerpunkt auf die Beruhigung und Pflege der entzündeten Schleimhäute gelegt. Eine Erkältung verläuft meist ohne Komplikationen und klingt nach 3 bis 7 Tagen von selbst ab.[1]

Behandlung von Erkältungen

Da eine Erkältung im Normalfall nach wenigen Tagen von selbst abklingt, ist die Behandlung meist auf die Symptomlinderung und gegen die Entzündung der Schleimhäute gerichtet. Das unterstützt den Heilungsprozess und verschafft während der Erkrankung Erleichterung.

Hausmittel:

Heiße Bäder stellen ein gutes Mittel gegen eine Erkältung dar. Die zugeführte Wärme fördert die Durchblutung und unterstützt somit das Immunsystem. Außerdem lindert sie auftretende Schmerzen. Bei einem warmen Bad findet automatisch indirekt eine Inhalation statt, wodurch die Schleimhäute befeuchtet, beruhigt und gepflegt werden und der Schleim gelöst wird. Die Zugabe von Zusätzen wie Eukalyptus wirkt zusätzlich antibakteriell und entzündungshemmend. Eine ähnliche Wirkung haben Salbei- und Kamillentees, welche warm getrunken oder zum Gurgeln genutzt werden können. Eine weitere gute Behandlungsmöglichkeit sind Halswickel zur Beruhigung und Entzündungshemmung. Anwendung: Es empfiehlt sich eine Badetemperatur um 39 °C. Dem heißen Wasser entsprechend der Anleitung den Badezusatz zugeben und 20 bis 30 Minuten im Badewasser verbleiben.[2] Für die Zubereitung von warmen oder kalten Halswickeln können Quark oder zerstampfte Kartoffeln verwendet werden.[3]

Wirkstoff: Bei einer fiebrigen Erkältung oder starken Schmerzen können Ibuprofen oder Paracetamol eingesetzt werden. Als Schmerzmittel lindern sie die auftretenden Schmerzen; zudem wirken sie entzündungshemmend und bekämpfen somit auch die Ursache der Symptome.[3] Je nach Art des auftretenden Hustens empfehlen sich Hustenstiller (Antitussiva) wie Codein oder Hustenlöser wie Ambroxoloder Acetylcystein (ACC). Bei verstopfter Nase können Nasensprays oder –tropfen mit dem Wirkstoff Xylometazolin helfen.[5]

Therapien: Für die Genesung ist es ratsam, dem Körper Ruhe zu gönnen. Am besten sollte sich der Betroffene in einer warmen Umgebung aufhalten, um eine gute Durchblutung sicherzustellen. Des Weiteren können die Schleimhäute über die Luft oder Flüssigkeitszufuhr befeuchtet werden.[6]

Zu beachten

Ein erhöhtes Erkältungsrisiko liegt bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem vor, z. B. bei Kindern oder älteren Menschen. Sie weisen häufig auch einen schwereren Krankheitsverlauf auf. Durch die Erkältung ist der Körper geschwächt, d. h., es steigt das Risiko für zusätzliche bakterielle Infektionen, einer sogenannten Superinfektion. In diesem Fall ist eine antibiotische Therapie nötig. Studien haben aber gezeigt, dass eine präventive Antibiotikagabe bei Infektionen keinen Vorteil bringt.[7] Sollte die Erkältung nach mehr als einer Woche der Selbstbehandlung keine Besserung zeigen oder hohes Fieber auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei der Anwendung von Hausmitteln oder der Einnahme von Medikamenten ist auf mögliche Unverträglichkeiten zu achten und im Zweifelsfall Rücksprache mit einem Arzt zu halten.[8]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung