Erkältung: Im Alltag

Erkältung (Grippaler Infekt)

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Eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren, selten auch durch Bakterien verursacht werden kann. Pro Jahr erkrankt jeder Deutsche mindestens einmal an einer Erkältung. In der Regel wird sie problemlos überstanden. In einigen Fällen ist allerdings eine Krankschreibung sinnvoll.

Wann eine Krankschreibung sinnvoll wird und was dabei zu beachten ist, soll im Folgenden geklärt werden.

Fakten zum Thema

Grundsätzlich kann sich ein Arbeitnehmer bei der Arbeit krankmelden, wenn ihm persönlich sein Gesundheitszustand zu schlecht vorkommt. Innerhalb der ersten drei Tage kann diese Krankmeldung ohne ärztliche Bescheinigung erfolgen. Das Fernbleiben von der Arbeit aufgrund einer Erkältung ist demArbeitnehmer unverzüglich zu melden. Diese Meldung kann am ersten Krankheitstag, am besten vor Arbeitsbeginn, auf folgenden Wegen erfolgen:

  • per E-Mail
  • telefonisch
  • per Fax

Dabei kann der Arbeitgeber selbst festlegen, wie er die Krankmeldung wünscht. Es reicht aber nicht, einen Kollegen über das eigene Fehlen zu informieren. Die Krankmeldung muss immer und direkt den Vorgesetzten oder die Personalabteilung erreichen. Vom Grund der Krankmeldung muss der Arbeitnehmer aber nichts erfahren.[1]

Weiteres Vorgehen

Ab dem vierten Krankheitstag ist eine Krankschreibung vom Arzt einzuholen. Manche Arbeitnehmer verlangen diesen Nachweis früher, dann ist er früher zu erbringen. Dies sollte am besten am Tag der Krankmeldung persönlich abgeklärt werden.

Gilt die Vier-Tage-Frist (also Krankschreibung durch den Arzt am vierten Tag), so zählen die Kalendertage. Das heißt, wer Freitag krank wird, muss am Montag bereits eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Anderes ist es, wenn der Betroffene an einem Mittwoch krank wird. Tag vier wäre dann Samstag. Laut Gesetz reicht es aber, die Krankmeldung am darauffolgenden Arbeitstag einzureichen (in den meisten Branchen Montag).[2]

Risiken

Meldet sich ein Arbeitnehmer erst nach dem Beginn seiner Arbeitszeit desselben Tages krank, riskiert er eine Abmahnung. Der Arbeitgeber muss schon vor Schichtbeginn die Benachrichtigung haben, sodass er sich auf das Fehlen einstellen und gegebenenfalls umdisponieren kann. Auch, wenn die Krankmeldung durch den Arzt zu spät erfolgt, wird eine Abmahnung riskiert. In einigen Branchen können mehrere Abmahnungen gesammelt werden, in anderen jedoch nur wenige. Wichtig ist also: Eine Krankmeldung immer sofort und vor Dienstbeginn![3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung