Erkältung: Im Alltag

Trotz Erkältung schwanger werden?

© PantherMedia / Lars Zahner

Eine Erkältung (grippaler Infekt, Verkühlung) betrifft in den meisten Fällen nur die oberen Atemwege. Demnach ist schwanger werden mit einer Erkältung grundsätzlich möglich.[1]

Ob bei einer Erkältung eine Schwangerschaft begonnen werden sollte, welche Tipps es für Betroffene gibt und welche Empfehlungen Ärzte geben, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung ist eine Infektion der (oberen) Atemwege mit Viren (seltener auch mit Bakterien). Diese Krankheitserreger gelangen über die Speicheltröpfchen von Erkrankten oder über verunreinigte Gegenstände auf die Schleimhäute gesunder Menschen. Dort vermehren sie sich und rufen lokale Entzündungen hervor, die für die Symptome einer Erkältung verantwortlich sind, wie Schnupfen (Rhinitis) und Husten (Tussis).

Generell ist es gut möglich, während einer Erkältung schwanger zu werden. Die Erkältung betrifft in der Regel ausschließlich die oberen Atemwege. Sie bleibt somit von den Organen des Reproduktionstraktes unbemerkt. [2]

Zusammenhang Erkältung und Schwangerschaft

Dennoch gilt zu bedenken, dass eine starke Erkältung für den Körper Stressbedeutet. Das Immunsystem wird zur Abwehr der Krankheitserreger aktiviert und verbraucht Energiereserven des Körpers. Dieser Stress kann im weiblichen Körper zu Hormonschwankungen führen. Es ist daher möglich, dass es zu Zyklusverschiebungen kommt und die Empfängnisbereitschaft so auf einen anderen Tag als gewöhnlich fällt. [3]

Empfehlungen

Die allgemeine Schwächung des Körpers hat aber noch eine weitere Auswirkung. Dadurch, dass das Immunsystem beschäftigt ist, können andere Krankheitserreger, wie beispielsweise Bakterien, leichter in den Körper eindringen. In einigen Fällen kommt es so bei einer Erkältung zu einer zusätzlichen bakteriellen Infektion (Sekundär- oder Superinfektion). [4]

Eine bakterielle Infektion geht erstens mit stärkeren Symptomen einher, zweitens können die Bakterien aber auch noch andere Organsystem befallen. So kann sich eine Mittelohrentzündung (Otitis), eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln. In sehr heftigen Fällen werden solche Erkrankungen mit Antibiotika therapiert. Während einer Schwangerschaft wird aber von der Antibiotikagabe abgeraten, da ihre Auswirkungen auf das ungeborene Kind noch nicht vollkommen erforscht sind.

Generell gilt, dass schwangere Frauen in den folgenden Fällen auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen sollten:

  • Beschwerden halten über eine Woche lang an
  • Es kommen Fieber (Pyrexie) oder Gelenk- und Gliederschmerzen hinzu
  • Es tritt ein starker Husten auf[5]

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung