Erkältung: Symptome

Augenschmerzen bei Erkältung

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Husten (Bronchitis), Heiserkeit, Kopf- sowie Gliederschmerzen und entzündete Nasennebenhöhlen sind häufige Symptome einer Erkältung (österreichisch Verkühlung). Weitere Begleiterscheinungen eines solchen grippalen Infekts sind nicht selten Augenschmerzen und Druck auf Wangenknochen und Kiefer bzw. Zähnen sowie wässrige oder eitrige Sekretausscheidung der Nase.

Im Folgenden sollen die Augenschmerzen und deren Ursachen, biologische Grundlagen und Risiken bei Erkältungen bzw. Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) erklärt werden.

Medizinische Fakten

Die Nasenhaupthöhle steht eng mit den Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales) in Verbindung, d. h., im Krankheitsfall sind in der Regel beide Systeme betroffen. Des Weiteren liegt die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) eng benachbart zur Augenhöhle (Orbita) und zur Mundhöhle (Cavum oris) mit den Oberkieferzähnen. So sind den einzelnen anatomischen Regionen die jeweiligen Symptome zuzuordnen.

Klinische Warnsignale der akuten Sinusitis und ihre möglichen Auslöser:[1]

  • Druck auf die Sehnerven kann verschwommenes Sehen auslösen. Der meist betroffene Abschnitt der Nasennebenhöhlen ist hier die Keilbeinhöhle.
  • Druck auf die äußeren Augenmuskeln in der Augenhöhle kann zu Doppelbildern führen. Hier sind Siebbein oder Stirnhöhle betroffen.
  • Lymphstau und durchwandernde Vereiterung sind der Auslöser für angeschwollene Augenlider in den Abschnitten des Siebbeins und der Stirnhöhle.
  • Im Verlauf eine Hirnhautentzündung und -erweiterung sowie einer Thrombose können starke Kopfschmerzen und/oder hohes Fieber trotz Antibiotika auftreten. Es kann zudem zu Müdigkeit und Wesensveränderungen kommen. Als Abschnitte der Nasennebenhöhlen sind hier in den meisten Fällen die Stirn- und Keilbeinhöhle und das Siebbein betroffen.

Biologischer Zusammenhang

Bei einem grippalen Infekt kommt es zu einer Entzündung der Schleimhäute der Nasennebenhöhlen. Infolgedessen schwellen diese an und die Druck- sowie die Belüftungsverhältnisse ändern sich. Für den Betroffenen äußert sich das durch Schmerzen in der Augengegend (durch die Nähe der Augenhöhle zu den Nasennebenhöhlen) sowie im Bereich der Zähne.

Risiken

Halten die Symptome länger als drei Monate an, kann von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ausgegangen werden. In diesem Fall ist ein Arzt aufzusuchen.[2]

Kommt es bei einer Erkältung zu deutlichen Sehbehinderungen (Doppelbildern, verschwommenes Sehen, geschwollene Augenlider), sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Die begrenzenden Knochenschichten des Gesichtsschädels sind teilweise papierdünn, sodass es bei viralen oder bakteriellen Infektionen zu entzündlichen Durchwanderungsprozessen kommen kann. Daraus kann beispielsweise eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) resultieren.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung