Erkältung: Symptome

Schwitzen bei Erkältung ohne Fieber

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Neben einer Vielzahl von Begleiterscheinungen während einer Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) kommt Schwitzen (Transpiration) als weiteres Symptom vor. Vermehrtes Schwitzen kann auch ohne Fieber im Laufe einer Erkältung auftreten.

Kein Fieber und trotzdem schweißgebadet? Welche Ursache diesem Symptom zugrunde liegt und wann ein Arzt konsultiert werden sollte, wird im Folgenden geklärt.

Medizinische Fakten

Zu den klassischen Erkältungssymptomen zählen:

  • Husten (Tussis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Halsschmerz (Pharyngitis)[1]

Darüber hinaus gibt es weitere, weniger häufig auftretende Symptome, z.B. das Schwitzen(Transpiration). Dieses Symptom kann mit oder ohne Fieber (Pyrexie) auftreten. Eine Körpertemperatur über 38 °C wird als Fieber definiert. Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose) soll durch die dadurch produzierte Verdunstungskälte die Körpertemperatur wieder senken. [2]

Wirkungsweise (biologischer Zusammenhang)

Wenn im Verlauf einer Erkältung vermehrtes Schwitzen ohne Fieber auftritt, wird dasSchwitzen meistens durch einen Entzündungsherd im Körper ausgelöst. Bei einer Erkältung kann es oftmals zu Entzündungen der Schleimhäute der Atemwege kommen. Diese Entzündungen verursachen eine vermehrte Ausschüttung von Pyrogenen (Fieber erzeugende Stoffe). [3] Die freigesetzten Pyrogene können für einen Anstieg der Körpertemperatur sorgen. Auf diese Temperaturerhöhung reagiert der Körper mit Weitstellen der Gefäße und Schwitzen, um die Körpertemperatur zu regulieren. [4]

Zu beachten

Wenn die Symptome eines grippalen Infekts lange anhalten und sich keine Besserung innerhalb von drei Tagen einstellt, sollte ein Arzt konsultiert werden. Er kann der Erkrankung auf den Grund gehen und sie adäquat behandeln.

Des Weiteren ist zu beachten, dass eine erhöhte Körpertemperatur vor allem bei kleinen Kindern sorgfältig beobachtet und ein Arzt frühzeitig aufgesucht werden sollte.

Obwohl eine Erkältung zu den Bagatellerkrankungen gezählt wird, können sich hinter den verschiedenen Symptomen immer wieder ernsthaftere Erkrankungen verbergen. Deshalb ist eine Abklärung der Leidensentstehung (Pathogenese) wichtig.

Es sollte auch nicht vergessen werden, dass der Körper durch eine vermehrte Schweißsekretion, Wasser und Salze verliert. Diese sollten dem Körper schnellstmöglich wieder zugeführt werden, um einen Wassermangel (Dehydratation) bzw. eine Austrocknung (Exsikkose) zu vermeiden.

Wasser und verloren gegangene Salze können dem Körper über isotonische Getränke, aber z.B. auch über Saftschorlen zugeführt werden. Salze können aber auch über dieNahrung aufgenommen werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung