Erkältung: Symptome

Erkältung u. Müdigkeit

© PantherMedia / Werner Heiber

Meistens kommen Erkältungssymptome nicht im Alleingang. Husten (Tussis),Schnupfen (Rhinitis) und Fieber (Pyrexie) – leider hat der Betroffene häufig gleichzeitig mit mehreren Beschwerden zu kämpfen. Nur bei Krankheitsverläufen wie einer Mandelentzündung (Tonsillitis) oder einer Mittelohrentzündung (Otitis media) liegt der Schwerpunkt auf einer Beschwerde, dem entzündlichen Krankheitsherd, wobei auch hier zusätzliche Symptome hinzukommen können. [1]

Häufig ist das Immunsystem bereits geschwächt, wenn eine Erkältung eine zusätzliche Bürde für den Körper bringt. Neben zahlreichen Erkältungssymptomen sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit nur eines unter vielen. Müdigkeit ist dabei ein typischer Begleiter von Erkältungskrankheiten.[2] Wie diese beiden Krankheitsbilder zusammenhängen und wie sie behandelt werden können, wird im Folgenden näher betrachtet.

Medizinische Fakten

Erkältungen beginnen meist recht harmlos mit ersten Symptomen wie leichten Halsschmerzen, einer verschnupften Nase, Husten und leichtem Unwohlsein. Ein starkes Krankheitsgefühl wird meist nach 1 bis 2 Tagen erreicht, wenn der anfängliche Hustenreiz in akuten Husten mit Auswurf übergegangen ist. Dieser sogenannte produktive Husten kann bis zu 8 Wochen anhalten und ihm liegt in den meisten Fällen eine Infektion der Atemwege zugrunde.[3] Schlaflose Nächte können zum einen aufgrund des Hustenreizes auftreten, andererseits aber auch eine Folge der Müdigkeit sein, die tagsüber zum Schlafen und zur Ruhe verleitet. Auftretende Müdigkeit im Rahmen von Erkältungskrankheiten ist ein Schutzmechanismus des Körpers, da das Immunsystem des Menschen zur Bekämpfung der Krankheitsviren auf Hochtouren läuft und weitere Anstrengungen und Belastungen daher vermieden werden sollten.[4]

Wirkungsweise (biologischer Zusammenhang)

Wissenschaftler haben herausgefunden, wie die Mechanismen Erkältung und Müdigkeit miteinander in Verbindung stehen. Verantwortlich für das Müdigkeitsgefühl, das sich häufig bei Erkältungssymptomen einschleicht, ist ein Immun-Botenstoff, der Einfluss auf die Regulation unserer Inneren Uhr nimmt. Das Protein TNF-alpha wird im Rahmen einer Entzündungsreaktion des Körpers ausgeschüttet und dient zur Bekämpfung der Erkältungsviren im Körper. Gleichzeitig hat es aber Einfluss auf Gene im Gehirn, welche zuständig sind für die Regulation der inneren Uhr. TNF-alpha sorgt dafür, dass diese Gene weniger aktiv sind und infolgedessen der menschliche Schlaf-Wach-Rhythmus eingeschränkt wird. Abgeschlagenheit, Müdigkeit und ein geringeres Bedürfnis nach körperlicher Aktivität sind eine natürliche Folge dieses Prozesses.[5]

Zu beachten

Eine Erkältung kann häufig gut mit Hausmitteln oder auch homöopathischen Arzneimitteln behandelt werden. Heiße Bäder heizen den Körper auf, regen die Durchblutung an und erleichtern das Durchatmen, vor allem bei Zusatz von ätherischen Naturölen, wie Eukalyptus- oder Mentolöl. Ebenso kann davon ausgegangen werden, dass die Müdigkeit, die im Laufe der Erkältung zusätzlich für ein abgeschlagenes Gefühl gesorgt hat, mit Besserung der Erkältungssymptomatik zurückgeht. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Ursache für die Müdigkeit tatsächlich in der Erkältung liegt und nicht durch eine von der Erkältung unabhängige Erkrankung verursacht wird. Müdigkeit kann durch eine Vielzahl von Ursachen bedingt sein, dazu zählen sowohl körperliche als auch psychische Erkrankungen. Im Falle einer wiederkehrenden Müdigkeit, die auch unabhängig von Erkältungssymptomen gehäuft auftritt, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung