Erkältung: Symptome

Nasenbluten bei Erkältung

© PantherMedia / Ilya Andriyanov

Nasenbluten (Epistaxis) bei Erkältung entsteht durch Verletzungen der kleinen Gefäße der Nasenschleimhaut. Der Grund dafür sind meist entzündliche Prozesse, die im Zusammenhang mit einer Erkältung auftreten sowie mechanische Reizungen durch häufiges Naseputzen oder Nasenbohren. Im Folgenden sollen die medizinischen Grundlagen, die Wirkungsweise und die Risiken des Symptoms im Mittelpunkt stehen.

Medizinische Fakten

Nasenbluten tritt häufig im Zusammenhang mit einem grippalen Effekt auf, vor allem im Kindesalter während starker Wachstumsschübe, da in dieser Zeit die Gefäße rupturanfälliger sind. Auch Klimaanlagen können das Risiko für Nasenbluten erhöhen, da sie zusätzlich zur Austrocknung der Nasenschleimhäute führen.

Doch nicht nur Erkältungen können ursächlich für Nasenbluten sein, sondern auch andere traumatische Ereignisse wie eine Fraktur, Drogenmissbrauch oderverletzende Fremdkörper in der Nasenhöhle.

Außerdem kann Nasenbluten als Folge einer Allgemeinerkrankung, wie akuten Infektionserkrankungen, einer Kreislauferkrankung, wie zum Beispiel Bluthochdruck (Hypertonie), einer krankhaft gesteigerten Blutungsneigung oder anderer Gerinnungsstörungen auftreten, was jedoch seltener vorkommt.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Die Blutung entsteht in meisten Fällen im Bereich des Kappilarnetzes (Locus Kiesselbachi) im vorderen Drittel der Nasenscheidewand am Übergang vom Nasenvorhof zur Nasenhaupthöhle. Sehr selten werden auch die Gefäße des hinteren Nasenabschnitts beschädigt (Arteria sphenopalatina), was zu gefährlicheren Blutungen führen kann.[2]

Das Auftreten für Nasenbluten, vor allem im Bereich des Locus Kiesselbachi, lässt sich dadurch erklären, dass in diesem Bereich die Nasenschleimhaut durch zahlreiche Gefäßzusammenschlüsse (Anastomosen) und Verzweigungen kleiner Arterien besonders stark durchblutet ist.[3] Da dieser Bereich verstärkt mechanischer Reizung ausgesetzt ist und die Schleimhaut zudem im Allgemeinenverletzungs- und blutungsanfälliger als die normale Haut ist, da sie keine schützende Oberhaut besitzt, kann hier schnell Nasenbluten entstehen.

Risiken

Beim Auftreten von Nasenbluten sollte der Kopf nach vorne gebeugt werden, damit der Betroffene sich nicht am Blut verschlucken oder dieses aspirieren kann. Als Sofortmaßnahme können kalte Tücher in den Nacken gelegt werden.

Sollte sich das Bluten nach 20 Minuten nicht reduziert haben (bei Kindern früher), muss ein Arzt aufgesucht werden. Das Bluten unter der Einnahme vonblutgerinnungshemmenden Medikamenten oder aus dem hinteren Bereich der Nasenhöhle stellt eine Notfallsituation dar, bei der eine Einweisung ins Krankenhaus erfolgen sollte, da das Risiko eines zu großen Blutverlustes besteht. Der Betroffene kann die hintere Epistaxis daran erkennen, dass das Blut fast ausschließlich trotz nach vorne gebeugtem Kopf, in den Rachen läuft.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung