Erkältung: Symptome

Zahnschmerzen bei Erkältung

© PantherMedia / Luca Santilli

Jeder Erwachsene ist etwa zwei- bis dreimal jährlich von einer Erkältung betroffen.Zahnschmerzen sind keine Ausnahmeerscheinung bei einem solchen grippalen Infekt. Die in den meisten Fällen mit einer Verkühlung verbundene Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) greift häufig auch auf die benachbarten Nasennebenhöhlen (Sinusitis) über, was im weiteren Verlauf zu Zahnschmerzen führen kann. Die medizinischen Grundlagen der Zahnschmerzen bei einer Erkältung, die biologischen Zusammenhänge und die mit dem Symptom verbundenen Risiken sollen im Folgenden besprochen werden.

Medizinische Fakten

Die Erkältung ist eine Virusinfektion, bei der es zur Entzündung der Schleimhaut von Nase, Hals und Rachen kommt. Die Nasennebenhöhlen münden jeweils mit einem Gang in die Nase, über welchen die Entzündung leicht auf die Nebenhöhlen übergreifen kann. Bei einer ausgedehnten Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) steigt der Druck auf benachbarte Strukturen, so dass es im Rahmen der Erkältung zu weiteren Symptomen kommen kann. Bei einer Kieferhöhlenentzündung kommt es nicht selten zu Zahnschmerzen, Menschen die an einer Stirnhöhlenentzündung leiden, klagen oft über Kopfschmerzen.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Zahnschmerzen entstehen auf zwei Arten:

  1. Die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) ist ebenfalls infiziert, sodass die Schleimhaut stark anschwillt. Dieser Hohlraum im Knochen grenzt mit seinem Unterrand an die Zahnwurzeln des Oberkiefers. Es kommt zumDruck von oben auf die Zähne und ihre Wurzeln, der schmerzhaft ist.
  2. Durch die Kieferhöhle verläuft ein Nerv (Nervus alveolaris superior, ein Ast des N. maxillaris), der für die Sensorik der Zähne zuständig ist. Der Nerv wird nicht nur an der Zahnwurzel komprimiert, sondern auch in seinem Verlauf. Das Gehirn kann nicht unterscheiden, an welcher Stelle der Nerv geschädigt wird und projiziert den Schmerz in das Ursprungsgebiet. Die Zähne tun weh. Erkältungsbedingte Zahnschmerzen im Bereich des Unterkiefers treten in der Regel nicht auf. [2]

Risiken

Besonders bei lange andauernden Infekten mit inadäquater Bekämpfung der Krankheitserreger durch das Immunsystem kann die Entzündung um sich greifen. Bei schwachem Immunsystem können sich zusätzlich Bakterien ansiedeln, die die Erkrankung verkomplizieren. Dann kommt es zu starken systemischen Reaktionen wie hohem Fieber, allgemeinem Unwohlsein und Eiterbildung.

Im schlimmsten Fall kann die Entzündung des Oberkieferknochens folgen. Dies ist sehr schmerzhaft und führt zur Lockerung des Zahnhalteapparates. Zähne fallen aus und der Knochen löst sich auf. Bekämpft der Betroffene die Erkältung, lassen auch die Zahnschmerzen wieder nach.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung