Erkältung: Symptome

Starke Erkältung ohne Fieber

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Eine Erkältung (grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung) wird durch Viren oder seltener Bakterien hervorgerufen. Je nach Ursache und Gesundheitszustand des Betroffenen kann eine Erkältung mit oder ohne Fieber auftreten.

Wie eine Erkältung entsteht, warum sie in den meisten Fällen ohne Fieber auftritt und welche Tipps zur Behandlung der Symptome hilfreich sind, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung wird durch Viren oder Bakterien hervorgerufen. Diese Krankheitserreger lösen im Nasen-Hals-Rachenbereich lokale Entzündungsreaktionen aus. Dadurch kommt es zu typischen Symptomen wie

  • Husten (Tussis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Heiserkeit (Dysphonie)

Auch weitere Symptome wie Unwohlsein oder in einigen Fällen Fieber (Pyrexie) können auftreten.

Eine Erkältung muss aber nicht immer mit Fieber einhergehen. Im Gegenteil, die meisten Erkältungskrankheiten beschränken sich auf Husten, Schnupfen, Halsschmerzen (Pharyngitis) mit gelegentlichem Auftreten von Kopf- (Cephalgie) und Gliederschmerzen (Arthralgie, Myalgie und Ostealgie).

Bei einer echten Grippe (Influenza) hingegen ist das Fieber ein klassischer Bestandteil der Symptomkonstellation. [1]

Biologischer Zusammenhang

Fieber (Pyrexie) ist eine Erhöhung der Körpertemperatur, die die Abwehrreaktion des Körpers gegen Krankheitserreger unterstützen soll. Bei Erwachsenen wird ab einer Temperatur von 38,5 °C von Fieber gesprochen. Bei Babys gilt schon eine Temperatur von 38 °C als Fieber.

Fieber unter 40°C, das weniger als eine Woche lang anhält, kann dabei helfen, eine Erkrankung schnell wieder loszuwerden. Fieber über 40 °C sowie solches, das über eine Woche lang anhält, kann den Körper allerdings stark belasten.

Bei einer Erkältung tritt in den meisten Fällen kein Fieber auf, da die Viren den Körper nicht so stark schädigen. Tritt Fieber bei einer Erkältung auf, spricht dies dafür, dass es zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien, einer sogenannten Superinfektion, gekommen ist.[2]

Behandlung

Eine Erkältung ohne Fieber kann zunächst selbstständig behandelt werden. Gegen Schnupfen helfen Dampfbäder und Nasenspray auf Meerwasserbasis. Husten kann mit Kräutertees, Dampfbädern und Lutschbonbons gestillt werden. Bei starken Halsschmerzen hilft Wärme, zum Beispiel durch einen Halswickel.

Ein Arzt muss in der Regel nicht aufgesucht werden. Erst, wenn die Symptome länger als 10 Tage bestehen oder sich der allgemeine Zustand stetig verschlechtert, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung