Erkältung: Symptome

Hoher Puls bei Erkältung

© PantherMedia / Leung Cho Pan

Der Anstieg der Herzfrequenz (Tachykardie), welcher einen erhöhten Pulsschlag nach sich zieht, kann ein Begleitsymptom der herkömmlichen Erkältung (auch grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung) darstellen.[1] Im Folgenden soll es um das Begleitsymptom einer Erkältung, der gesteigerten Herzfrequenz und dem damit erhöhten Pulsschlag gehen. Wie hängt eine Erhöhung der Herzfrequenz überhaupt mit einer Erkältung zusammen? Welcher Wirkmechanismus steht dahinter? Welche Risiken birgt dieses Symptom?

Medizinische Fakten

Gerade wenn die Erkältung mit Fieber einhergeht, kann es zu einer Steigerung der Herzfrequenz kommen. Betroffene Personen empfinden einen erhöhten Puls meist als sehr unangenehm, da er ein Gefühl von Unruhe oder Schwächehervorrufen kann. Im Zuge der Erkältung ist er zunächst aber als unbedenklich zu erachten. Es muss nicht davon ausgegangen werden, dass der erhöhte Puls auf eine andere, vielleicht schwerwiegendere Erkrankung hindeutet.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Der Körper versucht durch die Weitstellung der peripheren Gefäße, die durch das Fieber verursachte Wärme an die Umgebung abzugeben und so seine normale Temperatur von ca. 37° C zu halten. Durch die Erweiterung der Blutgefäße sinkt allerdings der Blutdruck, da sich das gleiche Blutvolumen nun auf mehr Raum verteilt. [2] Dadurch verlangsamt sich der Blutstrom. Der Körper versucht dem mit einer gesteigerten Herzfrequenz entgegen zu wirken, was auch als Reflextachykardie bezeichnet wird.[3]

Die gesteigerte Herzfrequenz hat in diesem Zusammenhang noch eine zweite Ursache. Durch das verstärkte Schwitzen bei Fieber, kommt es meist zu einem verstärkten Flüssigkeitsverlust. Das Herz benötigt eine höhere Schlagfrequenz,um das Blut durch die Gefäße zu treiben und den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen.[4]

Risiken

Der normale regelmäßige Herzrhythmus liegt zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Die genaue Schlagfrequenz ist individuell sehr unterschiedlich hängt von vielen Faktoren ab (Alter, Geschlecht, Gewicht, Trainingszustand). Überschreitet die Herzfrequenz allerdings 160 Schläge pro Minute, reicht die Zeit für die Füllung des Herzens mit Blut in der Diastole nicht mehr aus und es wird zu wenig Blut vom Herzen transportiert. Die Sauerstoffsättigung des Gehirns sinkt. Das kann Schwindel und Ohnmacht zur Folge haben. Ein auf Dauer erhöhter Herzschlag schädigt den Herzmuskel und kann zur Herzmuskelschwäche führen.[5]

Daher sollte im Zuge einer Erkältung der Puls regelmäßig kontrolliert werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung