Erkältung: Symptome

Kopfschmerzen bei Erkältung

© PantherMedia / Kirill Ryzhov

Ein grippaler Infekt (Erkältung oder österreichisch Verkühlung) wird meistens durch eine Infektion mit Viren ausgelöst und macht sich typischerweise durch Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis), Halsschmerzen (Pharyngitis) und Kopfschmerzen (Cephalgie) bemerkbar.

Doch warum kommt es bei einer Erkältung zu Kopfschmerzen? Handelt es sich wirklich um eine Begleiterscheinung einer Erkältung oder liegen andere Ursachen vor? Und ab wann ist ein Arztbesuch empfohlen? Auf diese Fragen soll im Folgenden genauer eingegangen werden.

Medizinische Fakten

Der sogenannte „Erkältungskopfschmerz“ tritt sehr häufig im Rahmen eines grippalen Infekts auf. In der Regel ist er nicht gefährlich und verschwindet nach wenigen Tagen wieder. Generell wird zwischen primären Kopfschmerzen, wie Migräne und Spannungskopfschmerz, und sekundären Kopfschmerzen unterschieden. Bei sekundärem Kopfschmerz tritt der Kopfschmerz als Begleiterscheinung oder Folge einer anderen Erkrankung auf, zum Beispiel bei einer Erkältung, einer Grippe oder einer Hirnhautentzündung (Meningitis).[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Folgende Mechanismen sind für Erkältungskopfschmerzen verantwortlich:

  • Zum einen kommt es bei einer Erkältung zu einer Entzündung und Schwellung der Schleimhäute, unter anderem von der Nase und dem Rachen. Durch den behinderten Sekretabfluss können auch die Nasennebenhöhlen von der Entzündung mitbetroffen sein. Ist das der Fall, wird von einer Sinusitis gesprochen. Die Ansammlung von Sekret sorgt für eine Verstopfung der engen Verbindungsgänge zwischen Nasennebenhöhlen, Nase und Ohren. Hierdurch kommt es zu einer Veränderung der Belüftungs-und Druckverhältnisse im Schädel: Es resultieren Kopfschmerzen. [2]
  • Zum anderen kann eine Reaktion des Körpers in Form von Cephalgie auf bestimmte Eiweiße, den sogenannten Zytokinen (z.B. Interleukin 1, 6 undPGE2) erfolgen. Diese werden vom Immunsystem bei viralen Infektionen freisetzt. [3] [4]
  • Hustet der Betroffene, sorgt das kurzzeitig für eine Zunahme des im Schädel herrschenden (intrakraniellen) Drucks. Normalerweise ist dies ungefährlich, bei einer Erkältung jedoch können so die Kopfschmerzen noch verstärkt werden.[5]

Risiken

Verschwinden die Kopfschmerzen innerhalb von vier Tagen nicht oder sind sie besonders heftig, sollte unbedingt der Hausarzt aufgesucht werden. Ein Arztbesuch ist auch dann indiziert, wenn neben den Kopfschmerzen zusätzliche Symptome auftreten. Dazu zählen: [6]

  • ein steifer Nacken
  • Fieber
  • starke Übelkeit/Erbrechen
  • Sehstörungen/Bewusstseinseintrübungen

Hier liegt möglicherweise keine harmlose Erkältung mehr vor, sondern eine schwerwiegendere Erkrankung wie eine Grippe (Influenza) oder eine Hirnhautentzündung (Meningitis).


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung