Erkältung: Symptome

Geschwollene Augen bei Erkältung

© PantherMedia / Lisa Vanovitch

Neben den typischen Symptomen wie Halsschmerzen (Pharyngitis), Kopfschmerzen, Husten (Bronchitis) und Schnupfen (Rhinitis) kann es bei einer Erkältung (grippaler Infekt oder österreichisch auch Verkühlung) auch zur Schwellung der Augen kommen. Die hierfür verantwortlichen Mechanismen sowie die daraus resultierenden Risiken werden im Folgenden genauer erklärt.

Medizinische Fakten

Geschwollene Augen können aus ganz unterschiedlichen Gründen auftreten und müssen nicht unbedingt Begleiterscheinung einer Erkältung sein.

Treten sie jedoch im Rahmen eines klassischen grippalen Infektes auf, so können sie darauf hindeuten, dass auch die Nasennebenhöhlen von der Entzündung betroffen sind (Sinusitis).

Ebenso können geschwollene Augen im Rahmen einer Erkältung durch verstärktes Reiben oder eine begleitende Bindehautentzündung (Begleitkonjunktivitis) hervor gerufen werden.

Wirkungsweise (biologischer Zusammenhang)

Die Nasennebenhöhlen sind Hohlräume in Gesichtsknochen, die zum einen das Schädelgewicht reduzieren und zum anderen die Atemluft anfeuchten und erwärmen.[1]

Im Rahmen einer Erkältung kann sich die Entzündung auf die Nasennebenhöhlen ausbreiten. Dies geschieht leicht, da die Schleimhäute der Nebenhöhlen mit denen des Hals-Nasen-Rachenraumes in direkter Verbindung stehen. Besonderst bei Entzündungen der Stirn- und Kieferhöhle (Sinusitis frontalis und Sinusitis maxillaris) können geschwollene Augen eine Folge sein.

Bei einer Sinusitis frontalis kommt es meist auch zu folgenden Symptomen:

  • Kopfschmerz, der hauptsächlich an der Stirn lokalisiert ist
  • Klopfschmerz über den Augen
  • Schmerzverstärkung beim vornüber Beugen

Eine Sinusitis maxillaris kennzeichnet sich durch:

  • Schmerzen im Oberkiefer und ggf. der oberen Zahnreihe
  • Behinderte Nasenatmung
  • vermindetes Geruchsempfinden (Hyposmie)

Eine Konjunktivitis kann durch das Aufsteigen der Erkältungserreger über den Tränen-Nasen-Gang ins Auge entstehen oder aber durch eine Verschleppung der Erreger über die Hände ins Auge bedingt sein. Dabei kommt es neben der Schwellung zu

  • geröteten und tränenden Augen
  • Fremdkörpergefühl.[2][3][4]
Erklärung: Der Mensch hat mehrere, unterschiedlich lokalisierte Nasennebenhöhlen. Die paarige (d.h. beidseits angelegte) Stirnhöhle (Sinus frontalis), Kieferhöhle (Sinus maxillaris) und Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidales), sowie die Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales). Da die Stirnhöhle und die Kieferhöhlen besonders eng an der Orbita liegen, treten bei Entzündungen in diesem Bereich besonders häufig Begleiterscheinungen an den Augen auf.[5]

Risiken

In der Regel kommt es zu einer Abschwellung der Augen, sobald der Infekt abklingt. Eine Sinusitis heilt meist innerhalb weniger Tage von selbst aus. Beiausbleibender Besserung nach vier Tagen oder bei Auffiebern sollte man unbedingt den Arzt/die Ärztin aufsuchen.

Die Nasennebenhöhlen haben nicht nur enge topographische Beziehung zu den Augenhöhlen, sondern auch zu den umliegenden Knochen und dem Gehirn. Kommt es zu keiner Abschwellung der Augen, könnte das für eine chronische Sinusitis sprechen, die in schweren Fällen zu einer Entzündung der umliegenden Gesichtsknochen und des Gehirns (z.B. Hirnhautentzündung, lat. Meningitis) führen kann.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung