Erkältung: Symptome

Ausschlag bei Erkältung

© PantherMedia / Astrid Gast

In der kühleren Jahreszeit tritt eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) vermehrt auf. Ausgelöst wird die Erkältung durch Erkältungsviren. [1]Im Zuge einer solchen Erkrankung kann es zu einem Hautausschlag kommen. Dieser Ausschlag wird durch entzündliche Vorgänge im Körper verursacht. [2]

Im Folgenden werden die medizinischen Fakten eines Hautausschlags während einer Erkältung näher erklärt. Der dahinterstehende biologische Zusammenhang wird erläutert und die Risiken werden aufgezeigt.

Medizinische Fakten

Die allgemein bekannten Erkältungssymptome sind:

  • Husten (Tussis)
  • Schnupfen (Rhinitis)
  • Halsschmerz (Pharyngitis) [3]

Allerdings kann sich auch ein Hautausschlag ausbilden. Dieser besteht meistensaus einer Rötung (rubor), einer Quaddelbildung und Juckreiz. [4] Der Ausschlag kann an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten und ist in der Regel nicht auf eine bestimmte Region festgelegt.

Wirkungsweise (biologischer Zusammenhang)

Bei einer Erkältung kann es zu entzündlichen Prozessen auf den Schleimhäuten kommen. Das Immunsystem reagiert auf diese Entzündung mit spezifischenAbwehrmechanismen, die über Botenstoffe vermittelt werden. Einer dieser Botenstoffe, das Histamin, spielt dabei als Vermittler (Mediator) eine essentielle Rolle, da es das Immunsystem ankurbelt.

Histamin verursacht unter anderem eine Erhöhung der Gefäßdurchlässigkeit(Permeabilität), Weitstellung der Gefäße (Vasodilatation) und eine Stimulation der Nervenendigungen. Durch die Erhöhung der Gefäßpermeabilität gelangt Flüssigkeit in den Raum außerhalb der Zellen (Extrazellularraum) und sorgt dadurch für eine Quaddelbildung. Dieser Vorgang wird als Plasmaextravasationbezeichnet. Des Weiteren sorgt Histamin für eine Weitstellung der Gefäße(Vasodilatation), um die Durchblutung zu steigern. Dadurch kommt es zu derRötung.

Außerdem stimuliert Histamin Nervenendigungen, die den Juckreiz vermitteln.[5]

Zu beachten

Generell sollte, wenn die Erkältungssymptome länger als drei Tage ohne erkennbare Besserung andauern, ein Arzt konsultiert werden. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Ursache der Symptome abzuklären und die Erkrankung optimal therapieren zu können. Liegt den Symptomen z.B. eine bakterielle Infektion zugrunde, empfiehlt sich eine Therapie mit Antibiotika.

Des Weiteren sollten vor allem ältere Menschen und kleine Kinder rechtzeitig einen Arzt aufsuchen, da sich hinter scheinbar harmlosen Erkältungssymptomen auch immer eine ernstere Erkrankung verbergen kann. Vor allem wenn die Atemwege stark betroffen sind, kann eine unbehandelte Erkältung zu einerLungenentzündung (Pneumonie) führen. Darüber hinaus kann sich ein Schnupfen zu einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) entwickeln.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung