Erkältung: Symptome

Erkältung mit Erbrechen

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Im Rahmen einer Erkältung (österreichisch: Verkühlung) können verschiedene Symptome auftreten. Üblicherweise kommt es zu Halsschmerzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen mit mäßig hohem Fieber. Erbrechen (Emesis, Vomitus) stellt in der Regel kein typisches Anzeichen eines grippalen Infektes dar. Im Folgenden soll nun das Symptom Erbrechen in Zusammenhang mit einer Erkältung genauer betrachtet werden.[1]

Medizinische Fakten

Tritt während eines grippalen Infektes Erbrechen oder auch Durchfall auf, so sind dies in der Regel Anzeichen einer weiteren Infektion beispielsweise mit einem Gastroenteritis-Erreger und gehen nicht auf die Erkältung zurück. Bei einer Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • leichtes Fieber
  • Bauchschmerzen

Typischerweise beginnt ein Infekt des Magen-Darm-Traktes sehr plötzlich.

Auch eine echte Grippe (Influenza) führt zu den oben genannten Symptomen und beginnt schlagartig, allerdings wird sie zusätzlich von hohem Fieber, Schüttelfrost, Husten, Schnupfen sowie Halsschmerzen begleitet.[2]

Sowohl die Grippe als auch Magen-Darm-Infektionen sind hoch ansteckend. Die Erreger werden durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Infektion mit dem Erreger und Ausbruch der ersten Symptome) beträgt zwischen 4 und 48 Stunden.[3]

Biologischer Zusammenhang

Im Rahmen einer Erkältung ist das Immunsystem geschwächt. Daher können in dieser Zeit leichter Neu- oder Zweitinfektionen auftreten. Eine Magen-Darm-Grippe wird meist durch Viren (z.B. Noro-/Rotaviren) ausgelöst. Aufgrund fehlender Abwehrkräfte sind diese in der Lage, den Körper weiter zu schwächen und Symptome abseits der Erkältung auszulösen.

Erbrechen ist ein Schutzreflex und wird vom Brechzentrum im Gehirn gesteuert. Nervenimpulse lösen Muskelaktivitäten aus, die die Magenentleerung ermöglichen: Beim Erbrechen kehrt sich die natürlich ablaufende vorwärts gerichtete Bewegung des Speisebreis durch die Speiseröhrenmuskulatur in die entgegengesetzte Richtungum (Retroperistaltik). Das Zwerchfell erschlafft, sodass der Entleerung des Magens nicht entgegengewirkt werden kann. Die Muskeln des Bauchraumes, des Rachens und des Brustkorbes ziehen sich zusammen, was dazu führt, dass der Mageninhalt rachenwärts gepresst wird.  

Risiken

Bei anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Aufgrund des Wasserverlustes bei Durchfall bzw. Erbrechen kann es vor allem bei Kindern zu einer Flüssigkeitsunterversorgung des Körpers (Dehydrierung) kommen, der entgegengewirkt werden muss.

Des Weiteren können die Beschwerden auch einer echten Grippe (Influenza) zugeschrieben werden. Dann besteht dringender Handlungsbedarf, da diese bei unterlassener Behandlung auch tödlich verlaufen kann.[4]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung