Erkältung: Symptome

Erkältung mit Übelkeit

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Eine Erkältung (auch grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung genannt) kann durch eine Vielzahl an Viren ausgelöst werden. Viele verschiedene Symptome können die Folge sein. Die allermeisten werden durch lokale Entzündungen (Inflammation) ausgelöst. Gelegentlich kommt es neben den Hauptsymptomen auch zu einer leichten Übelkeit (Nausea), die jedoch nicht als typisches Begleitsymptom einer Erkältung gilt.

Wie sich eine Erkältung auf den Magen-Darm-Trakt auswirken und zu Übelkeit führen kann wird in diesem Text erläutert.

Medizinische Fakten

Eine große Anzahl verschiedener Viren kann eine Erkältung hervorrufen. Dabei spielen Adeno-, Entero-, Parainfluenza-, Coxsackie sowie Rhinoviren eine bedeutsame Rolle. Eine Übertragung der Viren kann über Tröpfcheninfektion (feuchte Infektion) oder durch direkten Mensch-zu-Mensch-Kontakt, zum Beispiel beim Händeschütteln (trockene Infektion) erfolgen. Die Inkubationszeit, dass heißt die Zeit vom Start der Infektion bis zum Ausbruch der ersten Symptome, beträgt durchschnittlich 2-4 Tage.

Symptome einer Erkältung können Halsschmerzen (Pharyngitis), Schnupfen (Rhinitis), Husten (Tussis) und Heiserkeit (Dysphonie) sein. Zusätzlich kann es zu weiteren Symptomen wie Schluckbeschwerden (Dysphagie), Geschmacksstörungen (Dysgeusie) und leichter Übelkeit kommen.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Erkältungsviren befallen insbesondere die Zellen der Schleimhäute. Infizierte Schleimhautzellen werden vom Immunsystem erkannt und abgetötet. Dabei kommt es zu einem Entzündungsprozess, der einen chemischen Cocktail an Hormonen (z.B.: Prostaglandin E2 und Bradykinin) und Entzündungsmediatoren (z.B.: Substanz P) freisetzt. Durch diese Botenstoffe werden unter anderem die Gefäße weitgestellt, damit die Immunzellen(Monozyten, Makrophagen, Granulozyten und Lymphozyten) schneller an die infizierte Stelle transportiert werden können. Nebeneffekt sind Schwellung,Rötung, Schmerz und Überwärmung des betroffenen Gebietes. Je nach Lokalisation der Entzündung lassen sich die typischen Erkältungssymptome erklären.

Kommt es im Rachenbereich zu einer Entzündung (Pharyngitis) sindHalsschmerzen und Schluckbeschwerden die Folge.[2] Im Kehlkopfbereich(Laryngitis) kommt es zur Heiserkeit. Durch eine vermehrte Schleimproduktion(Mucus) kommt es bei einer Entzündung der oberen Atemwege (Bronchitis) zuHustenattacken. Auch der Magen-Darm-Trakt kann von Entzündungen betroffen sein, die durch die Erkältungsviren hervorgerufen wurde. Diese Irritation führt dazu, dass Mediatoren ausgeschüttet werden, die im Brechzentrum des Hirnstammes (Area postrema) zu dem Gefühl von Übelkeit führen.[3]

Risiken

Besonders gefährdet, eine Erkältung zu bekommen, sind Personen, derenImmunsystem geschwächt ist. Neben Unterkühlung (Hypothermie) können auch Stress, Schlafmangel und andere Krankheiten dies begünstigen.

Enger Kontakt zu anderen Personen erleichtert die Übertragung der Erreger. Bei großen Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen kann es demnach schnell zu einer Infizierung kommen.[4] Daher sollte in der Erkältungssaison (Winterzeit) auf gründliches Händewaschen, insbesondere nach Kontakt mit anderen Personen oder Aufenthalt in öffentlichen Räumen, Wert gelegt werden.

Nicht immer ist ein Arztbesuch bei Erkältung mit Übelkeit notwendig. BeiAtemnot, Fieber (Pyrexie) über 40 °C oder bei zu starken Schmerzen sollte dieser jedoch aufgesucht werden. Auch wenn die Symptome länger als sieben Tage anhalten, ist der Weg zum Arzt sinnvoll.[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung