Erkältung: Symptome

Trockener Hals bei Erkältung

© PantherMedia / Daria Filimonova

Ein durchschnittlicher Erwachsener erkrankt jedes Jahr an zwei bis drei Erkältungen. Dies macht die Erkältung – umgangssprachlich auch Verkühlung – zur häufigsten Infektionskrankheit des Menschen. [1] Aus diesem Grund kennt fast jeder die typischen Symptome einer Erkältung: Schnupfen (Rhinitis), Husten (Bronchitis) und Fieber (Pyrexie). Extrem häufig kommt es auch zu Halsschmerzen (Pharyngitis) und einem Gefühl von Trockenheit im Hals. Dieser Artikel geht näher auf dieses Symptom ein und erklärt den Zusammenhang zum grippalen Infekt. Anschließend wird auch auf Risiken hingewiesen.

Medizinische Fakten

Ein trockener Hals – meist verbunden mit Halsschmerzen oder -kratzen – ist ein typisches Symptom von Erkältungen. Die Halsschmerzen haben dabei oft brennenden oder stechenden Charakter und bessern sich durch das Trinken von Flüssigkeit. Betroffene haben daher oft ein verstärktes Durstgefühl. Auch Husten und Heiserkeit sind eng mit Halstrockenheit zusammenhängende, typische Krankheitszeichen. Ein trockener Hals kann auch schon vor anderen Erkältungszeichen auftreten und ist deshalb oft eines der ersten Symptome eines beginnenden grippalen Infekts.[2]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei einer Erkältung handelt es sich biologisch gesehen um eine Virusinfektion des Rachens (Pharynx) und der kleinen Atemwege (Bronchien) sowie der Nase. Die Immunantwort des Körpers führt zu einer örtlich begrenzten (lokalen) Entzündung. Diese bedingt in ihren frühen Stadien eine vermehrte Austrocknung der umgebenden Schleimhäute. So kommt es zu Halskratzen und einem rauen, trockenen Gefühl.

Muss die betroffene Person zusätzlich vermehrt Husten, kommt es zu einer starken mechanischen Reizung der Rachenschleimhaut, was letztendlich zu einer Symptomverstärkung führt.

Im späteren Verlauf der Erkrankung wird die Durchblutung der entzündeten Schleimhaut stark gesteigert. Sie erscheint dann hochrot und überwärmt. In diesem Stadium ist die objektive Halstrockenheit meist beendet, doch das raue Gefühl und das Halskratzen bestehen in der Regel weiter. Zu Heiserkeit kommt es, wenn die Entzündung sich nicht auf den Rachenbereich beschränkt, sondern Teile des Kehlkopfes (Larynx) mit erfasst.[3]

Risiken

Insbesondere wenn Halstrockenheit und Heiserkeit sehr stark ausgeprägt sind oder noch 2-3 Tage nach Abklingen der restlichen Erkältungssymptome bestehen, sollte ein Haus- oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Dieser kann die Beschwerden näher abklären und gegebenenfalls einen gefährlichen oder komplizierten Verlauf abwenden. Einige mögliche Komplikationen sind:

  • Ausgeprägte Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Infektion der entzündeten Schleimhaut mit Bakterien (Bakterielle Superinfektion)
  • Bildung von bakteriengefüllten Eiterkammern (Abszesse)
  • Entzündung der Rachenmandeln (Tonsillitis)

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung