Erkältung: Symptome

Schwitzen bei Erkältung

© PantherMedia / David Castillo Dominici

Eine Erkältung (grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung) bezeichnet eine virale Infektion der oberen Atemwege, die nicht zwangsläufig aber doch immer wieder im Zusammenhang mit Fieber in Erscheinung tritt. Dieses führt bei dem Betroffenen oft zu Schwitzen (tagsüber und nachts). Im Folgenden sollen die medizinischen Fakten, der biologische Zusammenhang und die Risiken von Schwitzen als Begleiterscheinung von Fieber näher erläutert werden.

Medizinische Fakten

Unter Fieber wird eine erhöhte Körpertemperatur verstanden, die von dem Normwert (36,6 – 37,4 °C) des Körpers abweicht. Damit die Temperatur des Körpers auf einen normalen Wert herunter reguliert werden kann, wird Schweißgebildet. Fieber wird nicht als eine Erkrankung, sondern als ein Symptom einer Krankheit angesehen. Gerade bei einer Erkältung kann der Temperaturanstieg notwendig sein, um die Virusinfektion zu bekämpfen. So kann auch das Schwitzen als eine wichtige und hilfreiche Begleiterscheinung der Erkältung gesehen werden.[1]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Im Rahmen einer Erkältung wird das Immunsystem in Gang gesetzt, um sich gegen den ursächlichen Krankheitserreger zur Wehr zu setzen. Dabei können bestimmte Stoffe (Pyrogene) frei werden, welche über einen zentralen Mechanismus eine Sollwertverschiebung der Körpertemperatur führen. Infolgedessen erhöht sich die Körpertemperatur.

Die Aktivität vieler Abwehrzellen ist temperaturabhängig. So arbeiten weiße Blutkörperchen (Granulozyten, Makrophagen, Lymphozyten) bei einer Kernkörpertemperatur von 38-41°C am effektivsten. Zudem wirkt eine solche Temperaturerhöhung schädlich auf die Erreger, was dazu führt, dass sie absterben und von Immunzellen eliminiert werden können. Um die Temperatur nach einem Fieberschub wieder zu senken, sondert der Körper Schweiß ab.[2]

Die Vergabe von fiebersenkenden Mitteln sollte vermieden werden, sofern die Körpertemperatur 40°C nicht übersteigt, da das Fieber und damit auch das Schwitzen notwendig sind, um die Erreger im Körper zu bekämpfen.

Risiken

Besteht das Fieber länger als sieben Tage oder steigt die Körpertemperatur aufüber 40 °C an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Vor allem bei Kleinkindern sollte auf mögliche Begleitsymptome wie z.B. Husten, Durchfall, Erbrechen etc. geachtet werden, denn schnell kann ein schwerer wiegendere Infektion vorliegen, wie eineMandel- oder sogar eine Lungenentzündung.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung