Erkältung: Symptome

Geschwollene Lymphknoten bei Erkältung

© PantherMedia / Richard Nelson

Der klassische Erkältung (grippaler Infekt), liegt meist eine Virusinfektion mit Adeno- oder Rhinoviren zugrunde. Symptome sind vor allem Schnupfen(Rhinitis), Halsschmerzen (Pharyngitis) und allgemeines Unwohlsein. Auch geschwollene Lymphknoten im Kopf-Hals-Bereich sind dann nicht ungewöhnlich. Zu tasten sind sie vor und hinter den Ohren, unter dem Unterkiefer, am Hals und über den Schlüsselbeinen. Im Folgenden sollen die geschwollenen Lymphknoten hinsichtlich der medizinischen Faktenlage und der möglichen Risiken näher untersucht werden.

Medizinische Fakten

Geschwollene Lymphknoten kommen bei Infektionskrankheiten an unterschiedlichen Körperstellen vor und geben einen Hinweis auf den Infektionsort. Ist der Lymphknoten verschieblich und reagiert schmerzhaft auf Druck, ist dies ein Hinweis auf eine stattfindende Immunantwort. Ist er hingegen vergrößert aber nicht verschieblich und auch nicht schmerzhaft, sollte immer Arzt aufgesucht werden.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei einer Verkühlung wird das Immunsystem geschwächt und ist somit anfälliger für den Befall von Viren. Diese dringen zunächst in die Schleimhaut von Hals und Rachen vor. Wenn sie anschließend auch zwischen die Schleimhautzellen gelangen, werden sie über das Lymphsystem abtransportiert (drainiert) und gelangen so zu den Lymphknoten. Diese entsprechen Filterstationen, die die interstitielle Flüssigkeit – sie besteht aus Blutserum – nach Krankheitserregern absuchen. In den Lymphknoten befinden sich die weißen Blutzellen (Lymphozyten), die zum Immunsystem gehören. Sie bekämpfen die Erreger schnell und effektiv und vermehren sich bei einem grippalen Infekt so schnell, dass die Lymphknoten anschwellen. Die spürbaren Schmerzen des Betroffenen zeigen demnach den stattfindenden Abwehrprozess an. Außerdem werden beim Kontakt zwischen Abwehrzellen und Erregern in den Lymphknoten weitere Immunzellen von dort zum Ort der Entzündung geschickt.

Risiken

Geschwollene Lymphknoten sind zunächst nicht schlimm, sofern sie im Rahmen einer Infektion auftreten. In diesem Fall sind sie verschieblich und schmerzhaft. Es kann von einem schmerzhaft-geschwollenen Lymphknoten nicht auf die Infektionsursache (bakteriell oder viral) geschlossen werden. Es kann sich um eine banale Erkältung, eine Grippe (Influenza) oder Scharlach (Scarlatina)handeln, jede Krankheit lässt sich im Hals-Nasen-Rachen-Bereich verorten. Sind sie nicht schmerzhaft oder bleiben über mehr als zwei Wochen geschwollen, kann hinter der Symptomatik ein Tumor (Lymphom) verborgen sein, nur der Arzt kann hier näheren Aufschluss geben. [1]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung