Erkältung: Symptome

Gelenkschmerzen bei Erkältung

© PantherMedia / Nils Julia Weymann Pfeifer

Bei einer Erkältung (grippaler Infekt oder österreichisch Verkühlung) sind Gelenkschmerzen (Arthralgien) keine Seltenheit. Ob leichte oder starke Schmerzen, sie sind ein typisches Begleitsymptom und können zusätzlich an den körperlichen Kräften zehren. Doch wie entstehen eigentlich Gelenkschmerzen und was sind die Gefahren? Zur Beantwortung sollen im Folgenden die medizinischen Fakten, die Wirkungsweise und die Risiken des Symptoms erläutert werden.

Medizinische Fakten

Gelenkschmerzen (Arthralgien) sind ein typisches Anzeichen eines grippalen Infekts. Sie werden neben Muskel- (Myalgien) und Knochenschmerzen (Ostalgien) den Gliederschmerzen zugerechnet. Sie sind ein typisches Symptom für die klassische Erkältung und treten auch im Rahmen einer echten Grippe (Influenza) auf.[1]

Wirkungsweise (biologischer Zusammenhang)

Gliederschmerzen entstehen durch die vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen(besonders Prostaglandine), welche das Immunsystem ankurbeln und als Schmerzverstärker fungieren. [2]

Prostaglandine werden im Rahmen von Entzündungsprozessen aus essentiellen Fettsäuren gebildet. Sie machen den Körper schmerzempfindlicher und [3] sorgen für das Ansteigen der Körpertemperatur. Fieber (Pyrexie) kurbelt die Heilungsprozesse im Entzündungsgeschehen an, da einige Immunzellen bei Temperturen um 39°C am effizientesten arbeiten.[4] 

​Risiken

Es sollte ein Arzt aufgesucht werden, falls:

  • die Gelenkschmerzen über die Erkältung hinaus bestehen bleiben
  • Gelenkschmerzen Symptome einer anderen womöglich bestehenden Grunderkrankung sind[5] à Gelenkschmerzen können neben Symptomen einer Erkältung auch Äußerungen einer anderen Erkrankung, wie Gicht (Arthritis urica),Arthrose oder Rheuma sein und müssen dementsprechend behandelt werden.[6]

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung