Erkältung: Symptome

Erkältung (Grippaler Infekt) ohne Fieber

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Eine Erkältung (grippaler Infekt, österreichisch Verkühlung) ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten in Deutschland. Pro Jahr erkrankt jeder Deutsche mindestens einmal an einer Erkältung. In der Regel ist eine Erkältung aber harmlos und klingt von alleine wieder ab. Eine Erkältung kann mit Fieber verlaufen, in der Regel tritt aber kein Fieber auf.

Wie sich eine Erkältung äußert, warum sie mit oder ohne Fieber verlaufen kann und welche Empfehlungen bezüglich der Behandlung gelten, soll im Folgenden erklärt werden.

Medizinische Fakten

Eine Erkältung ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit, welche meist die Schleimhäute von Hals, Nase (teilweise unter Beteiligung der Nasennebenhöhlen) und Bronchien betrifft. Im Gegensatz zu einer echten Grippe (Influenza) beginnt eine Erkältung in der Regel schleichend mit Abgeschlagenheit, Halskratzen und Schnupfen (Rhinitis).

Meist gesellen sich später Halsschmerzen, Husten (Tussis) und auch Kopfschmerzen (Cephalgie) hinzu. Fieber kann, muss aber nicht auftreten. Fieber ist bei einer Erkältung sogar eher die Ausnahme als die Regel, wohingegen es bei einer Grippe meist Bestandteil der Symptomkonstellation ist.

Erwachsene können bis zu vier Infekte pro Jahr durchmachen, Kinder bis zu einem Dutzend. Normalerweise bessert sich eine Erkältung innerhalb weniger Tage und ist nach zwei Wochen ganz überstanden. [1]

Biologischer Zusammenhang

Bei der Abwehr bestimmter Krankheitserreger werden zusätzlich sogenannte Pyrogene freigesetzt. Diese verursachen eine Erhöhung der Körpertemperatur.

Als Fieber (Pyrexie) wird eine Erhöhung der Körpertemperatur über 38 °C (bei Kindern über 37,5 °C) bezeichnet. Diese Erhöhung der allgemeinen Körpertemperatur unterstützt den Körper bei der Abwehr von Infekten. Bestimmte chemische Reaktionen, wie sie zur Abwehr von Krankheitserregern im Körper ablaufen, laufen bei höheren Temperaturen schneller als gewöhnlich ab. So können Krankheitserreger schneller eliminiert werden.

Eine dauerhafte Erhöhung der Körpertemperatur sowie eine Erhöhung über 40 °C sind aber nicht gesund für den Körper. [2]

Tipps zur Behandlung

Eine Erkältung ohne Fieber kann in der Regel selbst behandelt werden. Warme Halswickel, Dampfbäder, Inhalationen und Lutschpastillen lindern die Symptome merklich. Zum Abschwellen der Nase kann Nasenspray auf Meersalzbasis verwendet werden. Sobald Fieber hinzukommt, sollte ein Arzt aufgesucht und sich viel Ruhe gegönnt werden. Im Verlauf einer Erkältung kann Fieber auch noch nach mehreren Tagen hinzukommen. In den meisten Fällen ist es dann ein Anzeichen für eine bakterielle Zweitinfektion (Superinfektion).[3]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung