Erkältung: Symptome

Ohren zu bei Erkältung

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Zwei- bis dreimal im Jahr ist fast jeder Erwachsene von einer Erkältung(österreichisch Verkühlung) bzw. einem grippalen Infekt betroffen. Die zugrunde liegenden Entzündungen können zu verschiedenen Symptomen führen. Unter anderem empfinden die Betroffenen oft, dass ihre Ohren „zu“ seien. Die hierfür verantwortlichen Mechanismen sowie die daraus resultierenden Risiken sollen im Folgenden genauer erklärt werden.

Medizinische Fakten

Treten Beschwerden an den Ohren im Rahmen eines grippalen Infekts auf, klagen die Betroffenen neben den klassischen Erkältungszeichen über folgende Symptome:[1][2]

  • Taubheit (einseitig oder beidseits)
  • Gefühl, dass die Ohren verstopft sind
  • Druckschmerz
  • pulsierende Ohrenschmerzen
  • Schwindel, Fieber, Kopfweh
  • evtl. Ausfluss von Eiter

Bei der Untersuchung (Otoskopie) des äußeren Gehörgangs (Meatus acusticus externus) und des Trommelfells (Membrana tympani) kann der Arzt/die Ärztin meistens eine Rötung erkennen. In schwer wiegenderen Fällen ist sogar eine Vorwölbung des Trommelfells, verursacht durch eine dahinter liegende Eiteransammlung, sichtbar.

Die möglichen Ursachen für Missempfindungen an den Ohren sind verschieden und müssen nicht unbedingt in Verbindung mit einer Erkältung auftreten.[3]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Bei einer Erkältung kommt es zu einer Entzündung der Nasen- und Rachenschleimhaut (Rhinopharyngitis), was die typischen Symptome Schnupfen und Heiserkeit verursacht. Der Nasen-Rachen-Raum (Nasopharynx) des Menschen ist über eine 30 bis 35 mm lange Röhre, die Ohrtrompete oder auch Eustachi´sche Röhre (Tuba auditiva), mit dem Mittelohr (Auris media) verbunden. Sie sorgt für einen Druckausgleich, die Belüftung des Mittelohrs und hat die Aufgabe einer Drainage (Ableitung von Körperflüssigkeiten).[4]

Während einer Erkältung kann es passieren, dass Krankheitserreger vom Nasen-Rachen-Raum über die Ohrtrompete zum Mittelohr aufsteigen.[5] Durch eine Entzündung und Schwellung in diesem Bereich, kann sich die Eustachi´sche Röhre verschließen. Die nun resultierende mangelnde Drainage sowie dereingeschränkte Druckausgleich und Belüftung zwischen Nasopharynx und Auris media erklären das Taubheitsempfinden und begünstigen eine Entzündungsausbreitung auch im Mittelohr. Sind zusätzliche Symptome wie pulsierende Ohrenschmerzen und Fieber vorhanden, liegt vermutlich eine Mittelohrentzündung (Otitis media) vor. Obwohl hauptsächlich Viren für Erkältungen und grippale Infekte verantwortlich sind, können sich hier infolge der Virusinfektion auch Bakterien ansiedeln (Superinfektion) und entzündliche Prozesse auslösen.

Risiken

Wie beschrieben kann es bei verschlossener Eustachi´schen Röhre zu aufsteigenden bakteriellen Infektionen und folglich zu einer Mittelohrentzündung (Otitis media)kommen. [6]

Da bei Kindern die Ohrtrompete kürzer und waagrechter als beim Erwachsenen und somit anfälliger für die Ausbreitung von Keimen ist, kommt es hier wesentlich häufiger zu Mittelohrentzündungen.[7] In jedem Fall sollte bei dieser Erkrankung ein Arzt/ eine Ärztin zu Rate gezogen werden.


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung