Erkältung: Symptome

Reizhusten bei Erkältung

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Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt trifft jeden Erwachsenen im Jahr im Schnitt etwa zwei mal. Kinder sind häufiger betroffen (bis zu acht mal jährlich). Dabei geht die Erkältung mit einer Vielzahl von Symptomen einher. Husten (Tussis), Schnupfen (Rhinitis), Heiserkeit und Kopf- sowie Gliederschmerzen sind die häufigsten Symptome. Der trockene Reizhusten tritt im Verlauf einer Verkühlung bzw. Erkältung häufig auf und wird im Folgenden in Bezug auf den medizinischen Hintergrund und mögliche Risiken näher beleuchtet.

Medizinische Fakten

Der trockene Reizhusten tritt meistens zu Beginn oder nach einer Erkältung auf[1][2]und ist eine typische Begleiterscheinung. Er ist gekennzeichnet durch einen lauten, trockenen und bellenden Klang.[3] Da mit dem Reizhusten kein Schleim gefördert wird, kann er auch als unproduktiver Husten bezeichnet werden.[4] Tritt der Reizhusten bei einer sich anbahnenden Erkältung auf, so reagiert der Körper mit Husten auf eindringende Bakterien oder Viren, wobei es zu keiner gesteigerten Produktion von Schleim gekommen ist, der abgehustet werden könnte. Nach einem grippalen Infekt ist die Schleimhaut meist noch sehr gereizt, was teilweise noch Wochen nach der eigentlichen Erkältung zu trockenem Husten führen kann.[5] Im Normalfall geht der Reizhusten jedoch innerhalb von 1-2 Tagen in einen dumpfen, produktiven Husten über.[6]

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Husten (Tussis) entsteht durch Reizung der so genannten Hustenrezeptoren in Kehlkopf (Larynx), Rachen (Pharynx), Luftröhre (Trachea) und den Bronchien. Der Reiz wird über das vegetative Nervensystem ans Gehirn weitergeleitet, welches zu einer Kette von motorischen Vorgängen führt, die sich als Husten äußern. Zunächst erfolgt ein tiefes, schnelles Einatmen (Inspiration), woraufhin sich der Kehldeckel (Epiglottis) schließt. Die Atemmuskulatur der Brust (Thorax), das Zwerchfell (Diaphragma) und die Bauchmuskulatur kontrahieren sich, was zu einem rapiden Druckanstieg in den Atemwegen führt. Dieser wird ruckartig freigegeben, wenn sich der Kehldeckel wieder öffnet, und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 km/h.[7]

Risiken

Wenn ein Husten oder Reizhusten länger als 8 Wochen andauert, kann dieser als chronischer Husten bezeichnet werden. Dieser sollte ärztlich abgeklärt werden und kann mitunter andere Ursachen haben als die Erkältung haben. Raucher und beruflich Exponierte (toxische Gase) können noch lange Zeit nach der Erkältung an Reizhusten leiden, da ihre Rezeptoren besonders empfindlich oder geschädigt sind.[8]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung