Erkältung: Symptome

Durchfall bei Erkältung

© PantherMedia / Andriy Popov

Bei einer Erkältung (österreichisch Verkühlung) bzw. einem grippalen Infekt kann es neben den typischen Symptomen auch zu Durchfall (Diarrhoe) kommen, wie es auch bei der Grippe der Fall ist. [1] Dem Symptom des Durchfalls bei einer Erkältung soll in Bezug auf die medizinische Faktenlage und die Risiken im Folgenden auf den Grund gegangen werden.

Medizinische Fakten

Von Durchfall wird gesprochen, wenn eine Stuhlfrequenz von mehr als dreimal täglich auftritt, die Stuhlkonsistenz breiig bis wässrig ist und das Stuhlgewicht mehr als 200 g/Tag beträgt.[2]

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Erkältung und einer echten Grippe. Eine typische Erkältung verläuft meist ohne Beteiligung des Magen-Darm-Trakts, während es bei einer Influenza häufiger zu diesen Symptomen kommen kann. [3]

Es ist jedoch durchaus möglich, dass es auch bei einfachen Erkältungen zu Durchfällen kommt. Oft treten dabei gleichzeitig Erbrechen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber (Pyrexie) und Schüttelfrost (Febris Undularis) auf. In den meisten Fällen entwickeln sich die Symptome bei einer Erkältung nur langsamer, sind nicht so stark ausgeprägt und klingen häufig nach wenigen Tagen ab.

Wirkungsweise (Biologischer Zusammenhang)

Während eines grippalen Infekts ist das Immunsystem deutlich geschwächt, da es mit der Bekämpfung der viralen Infektion beschäftigt ist. In dieser Zeit ist es für den Körper schwieriger, zusätzliche Infektionen (Sekundärinfektionen) durch Bakterien und Viren abzuwehren, die in den Darm gelangen können und zu Diarrhoe führen. Typische Magen-Darm-Erreger sind zum Beispiel Rotaviren, Noroviren, E.coli oder Salmonellen.

Es kann auch vorkommen, dass es sich bei den Viren, die den grippalen Infekt ausgelöst haben und primär die Schleimhäute des Atmungstraktes befallen, gleichzeitig um Viren handelt, die in den Verdauungstrakt gelangen und dort pathogen (potentiell krankmachend) wirken (z.B. Enteroviren). Auch hier kann es zu einer Diarrhoe kommen.[4] 

Risiken

Normalerweise ist Durchfall nach wenigen Tagen selbstlimitierend (d.h. er verschwindet von selbst wieder). Hält die Erkrankung jedoch länger als sieben Tage an, kann der große Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten (Mineralstoffe, Salze, etc.) durchaus gefährlich werden und zur Austrocknung (Dehydration) führen. Besonders bei älteren Menschen, Säuglingen und Kleinkindern muss dringend ein Arzt/eine Ärztin aufgesucht werden. In den meisten Fällen ist hier eine Flüssigkeits-und Elektrolytzufuhr als Therapiemaßnahme indiziert.[5]


Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erkältung